Margit Farwig

Aus der Voliere

  

 Foto (c) Margit Farwig
 

Es blitzt und donnert fürchterlich

die kleinen Vögel fürchten sich

nicht einer fliegt und hüpft herum

in der Voliere, es bleibt stumm

 

Stimmen, die sonst aus der Kehle

nicht ein Tönchen mehr ich höre

es rumpelt, pumpelt, dunkel ist

aus allen Wolken fährt ein Blitz

 

sie bleiben drin im Nachtquartier

ich schaue grad mal hin, welch Zier

zwei mutige Kanarien

durchforsten die Refugien

 

o weh, ein lauter Donnerhall

blitzartig türmen sie vorm Knall

und sitzen innen, eng beinand

tüchtig bibbernd, ganz ohn' Verstand

 

der Regen teilt recht kräftig aus

wann geht der endlich, wir woll’n raus

und wieder knallt’s, wie eingeschlagen

spindeldürre Blitze klagen

 

wir sind zwar dürr, doch höret an

was man damit beschicken kann

nehmt euch in Acht, wir sind Natur

noch Mitleid haben, keine Spur

 

Frau Amsel  schaut ganz int’ressiert

was hier so alles noch passiert

sie kennt sich aus, belacht es nur

es ist halt so mit der Natur

 

verliebte Tauben, ohne Sinn

verflattern sich im Trampolin

derweil die list’ge Amsel zieht

den ersten Wurm raus mit Gemüt

 

und nun zum allerletzten Schluss

zieht das Gewitter fort, es muss

sich äußern, aufs Allerbeste

Urständ feiern und zwar feste

 

© Margit Farwig 19. 6. 13  9.20 Uhr

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