Jürgen Wagner

Der Tod Jesu

Zu gefährlich ist der Mann
Ist ja bekannt, was der so kann
Sie wählen ihn als ihren König
Wäre nicht mal ungewöhnlich
In dem großen Reiche Roms
Gab es viele Fälle schon
Das Volk, das jubelte ihm zu
Raubt den Herrschenden die Ruh'
 
Selbst die hohe Geistlichkeit
Sieht den Mann als Peinlichkeit:
Schert sich nicht um das Gesetz
Hat die Sabbatruh' verletzt
Reinheitsdinge nicht beachtet
Schlechte Menschen sehr geachtet
Mit Zöllnern, Huren sich umgeben
Als gäb's nichts Besseres im Leben
 
Also zieht man es doch vor
Dass lieber einer stirbt, bevor
Das ganze Volk zugrunde geht
Weil Rom hier keinen Spaß versteht
Hängt ihn ans Kreuz wie die Verbrecher
Zwischen sie, die beiden Schächer
Der Meister selbst hat’s nicht gewollt
Er wurde einfach überrollt
 
Gequält, verhöhnt und hingerichtet
Wie die Schrift uns da berichtet -
Doch so Stunden vor dem Tod
Zerbrach er einen Bissen Brot:
Das bin ich, das nehmt zum Zeichen
Ich werde keinesfalles weichen
Werd’ zerbrochen, doch wie Nahrung -
Erst später kam’s zur Offenbarung
 
‚Wenn ich schon diesen Weg geh’n muss
Tu ich’s für euch – nicht mit Verdruss
Mein Blut wird bald schon draußen fließen
Wenn ihr mein Opfer seht, könnt ihr genießen
Den Wein, den wir noch alle trinken
Müssen dann auch nicht versinken
In Selbstmitleid, in Depression
In Schuldzuweisung, Frustration’
 
So ist’s passiert, so wird’s erzählt
So lief die Nachricht um die Welt
Was da in Liebe ist gescheh’n
Darf man in keinem Fall verdreh’n
Zu einem Zwang, hier anzunehmen
Das Opfer, das da frei gegeben
Das Kreuz ist nicht der Baum des Lebens
Der ist man – oder sucht vergebens
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  

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