SCHREI DEN TOD VOM LEIB

Der Schrei der tiefer sitzt noch als die Brust
so tief im Genitalbereich mit einer Hand
die Andere fortgestreckt die Hilfe greifend
wo Hilfe die nicht da weil es allein im Schmerz
den Kopf zum Nacken eingeknickt und hoch
so vor der Brust zum Hals die Adern schwellen
Gesicht verzerrt die hübschen Augen fest geschlossen
die Haare wild und wirr die Nase mittendrin
der Schmerz sitzt fest und will und muss
heraus und mit ihm alles Gedärm und
Herz und Leber Lunge Nieren Magen
nicht vergessen alles was dazu und drin
wo nur der Klagejammer kann nicht kommen
lautloser Aufschrei aus weitgerissenem Maul
das weit genug die ganze Erde auszuspeien
auf ein einziges Mal obgleich es geht doch nicht
denn nichts geschieht und keine Hilfe naht
armer Mensch in seiner Not ach wär er doch
o Herr vergib Maria hilf wie weh ist uns
schrei nicht und bleib die Hände zu Kreuz
gewinkelt noch vor seinem Busen offenleer
so schreit es hier den Tod vom Leib



Aachen, 2004-01-29






****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen
Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
© 2004 MANFRED H. FREUDE

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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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