Inge Offermann

Sommerlindennachmittag

Julilicht ruht auf Kirchenwänden,
die es mittagshell reflektieren.
Sonne spielt auf Lindenblättern,
und weißgedeckten Tischen mit
Sommerschorle und Hortensiengläsern.
Menschen sitzen gemütlich unter
kühlem Laub der hohen Dorflinde,
auch wir mit Freunden bei Kaffee.
Hellgrüne Lindensamen wehen
uns ins Haar und auf die Tische.
 
Juliwind erfrischt mit sanfter Brise.
Wir lauschen dem Akkordeonspiel von
klassischer Musik und Evergreens,
plaudern vom Jetzt, erzählen und
träumen vom Gestern bei Beat
und unvergesslichen Kuschelsongs.
Langsam verperlt die Zeit in Sekt,
bis Bäume lange Schattenbahnen
in den goldenen Nachmittagshauch
zwischen Häusern und Gärten malen.
 
© Inge Hornisch

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 15.07.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Seinen wohlverdienten Urlaub hat sich Kommissar Heinz Kelchbrunner anders vorgestellt: Erst stößt er beim Graben in seinem Garten auf menschliche Gebeine, dann beschäftigt ihn ein weitaus aktuellerer Todesfall in seiner freien Zeit: Anna Einarsdóttír wird beim Spaziergang von einem Ast erschlagen – und das ist, wie sich herausstellt, nicht dem stürmischen Wetter geschuldet. Kelchbrunner und seine Kollegin Katharina Juvanic nehmen die Ermittlungen auf. Die Spur führt schließlich nach Island, die Heimat der Toten, und zum geplanten Bau eines Staudammes, der eine wertvolle Naturfläche akut gefährdet. Dass Kelchbrunner von oberster Stelle dorthin beordert wird, um weitere Nachforschungen anzustellen, kommt dem umweltbewussten Kommissar gerade recht. Vielleicht gelingt es ihm, nicht nur Licht ins Dunkel zu bringen, sondern gleichzeitig seine eigenen Schlafstörungen und einen schmerzhaften Verlust zu überwinden. Kaum in Island angekommen, muss er sich jedoch gleich mit störrischen Behörden und verstockten bis feindseligen Einheimischen auseinandersetzen. Es scheint, als sei niemandem hier an der Auflösung des Falles gelegen …

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