Manfred H. Freude

DIE MAUT

Die MAUT
(Abkürzung für: Mittelalterliche Abkassiere und Treiberei)

Was im Mittelalter hieß geklaut,
das heißt heute wieder MAUT.
Wer sich bewegte auf den Wegen,
dem hielt man kurz sein Schwert entgegen.

Ob im Wald oder der Furt,
ob am See oder der Bucht.
Wer nicht wollte freiwillig geben,
der bezahlte mit dem Leben.

Wer kein Geld oder Gold,
ließ sein Pferd oder Weibe hold.
und wer meint das war Spaß,
der lese nach bei Michael Kohlhaas.

Und heute kommt im besten Falle,
an die Karre eine Kralle.
Es beginnt der große Tanz,
es kassiert der blanke Hans (Eichel).

Wen man mit Spritgebühr nicht hat,
den macht man mit der MAUT halt platt.
Falsch geparkt oder falsch gefahren,
er wird gefunden noch nach Jahren.

Das Lachen wird euch noch vergehen,
selbst bei Autos die in der Garage stehen.
Und ich will euch nicht verkohlen,
„die nächste MAUT fürs Schuhbesohlen“.




Aachen, 8/2003







Manfred H. Freude

************************* Autoreninfo ******************************
Manfred Hubert Freude (* geb. am 02.04.1948 in Aachen NRW)
Kunst-, Musik- und Lyrik,
diverse Gedichte (auch in Mundart Aachener Platt) er lebt seit 1948 in Aachen. *********************************************************************



Wenn der letzte Tätige sich bewegt hat, werdet ihr erkennen,
das in den Verwaltungen und Ämtern eure Spiegelbilder sitzen.
Das ihr euch selber nichts mehr nehmen könnt.
Was man euch von der einen in die andere Tasche steckt.
Und eure Kinder werden erkennen, das eure gewählten Könige keine Kleider tragen.
Mit leeren Taschen werden wir alle, lachen und tanzen und froh sein.








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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.02.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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FREUDE - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen von Manfred H. Freude



Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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