Hans Witteborg

darum also nicht...


Es gibt eine Reihe von Dorfgeschichten,*
die möchte ich so gern bedichten!
Doch Tratsch und Klatsch nicht mein Metier.
Ich tue somit niemand weh.

Würd selber es nicht gene lesen,
welches Filou ich war gewesen,
der sich im nachhinein nur schämt,
weil ihn vielleicht das Alter lähmt?

Des Dorfes Kommunikation
enthält viel Negatives schon,
somit brauch ichs nicht zu ergänzen,
um als Klatsch-König zu glänzen.

Ach, die Versuchung wär so groß:
wie widerstehe ich ihr bloß?
Bin nur ein Mensch, der gerne schwätzt.
Geht ´s um mich selbst wird ´s nicht geschätzt!

Aha, da liegt wohl mein Motiv,
daß ich die Geister, die ich rief,
nicht gerne in mein Haus einlade –
und so verzicht´ ich – wirklich schade!

*aus Anlaß dess 320. Lippborger Marktes...ja auch wir haben Tradition!

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.08.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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