Inge Hoppe-Grabinger

Ein Kraut


In China herrschte ein Kaiser,   *)
sein Reich wuchs immer mehr,
er war kein Gott, kein Weiser,
zu sterben fiel ihm so schwer.

Fürs Jenseits ließ er sich bauen
ein Grabmal mit aller Pracht,
er konnte niemandem trauen,
trotz seiner gewaltigen Macht.

Ein Gift sollte Schmerzen lindern,   **)
wie Perlen aufgereiht,
es konnte nichts verhindern
und vermehrte noch das Leid.

Er schickte ein Schiff in Eile
bis ans äußerste Ende der Welt,
dass nirgends es verweile,
weil jede Sekunde zählt.

Ein Kraut sollt  das Schiff ihm bringen,
gepflückt im Paradies,
das Sterben zu bezwingen,
wie es ein Märchen  verhieß.

Am Strand irrt' der Kaiser vergebens,
bis zuletzt erhoffend das Glück,
das war das End seines Lebens,
das Schiff, es kam nicht zurück. 


`````
*) Kaiser Qin Shihuang Di     (259-21O v. Chr)
**) Quecksilber


3l. August 2013







 

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„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“ Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater. Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...

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