Heinz-Walter Hoetter

Der letzte Weg

 

     

Vor einem hohen Berge, da stand er.
Ganz hoch hinauf, oh ja, das wollte er.
Wenn ich will, kann ich alles erreichen.
Ich bin ein Mann, werde niemals weichen.
Er fühlte sich in echter Aufbruchstimmung.
Er wollte seine eigene Selbstbestimmung.
Dem Leben eine andere Richtung geben.
Das erschien ihm zwar immer noch verwegen.
Wieviel Zeit habe ich denn noch für meine Träume?
Welche Wege führen mich in unbekannte Lebensräume?
Und schließlich ja, da machte er den ersten Schritt nach oben.
Er wollte hinauf auf des Berges Gipfel ganz hoch droben.
Immer weiter, immer höher, diesen Weg wollte er gehen.
Er schaute niemals zurück, blieb keinen Augenblick stehen.
Endlich hatte er den Berg bezwungen und den Gipfel erreicht.
Er war nun da, in Stille und in Einsamkeit, so weit das Auge reicht.
Erinnerungen. In seinem Buch des Lebens hat er noch mal gelesen.
Tief erfüllt vom letzten Willen, war dies sein letzter Tag gewesen.
Er legte sich hin. Sein weiter Blick ging hinauf in den unendlichen Raum.
Dann schloss er die Augen, und seine Seele trat hinein in den ewigen Traum.

     

 

(c)Heinz-Walter Hoetter

03.09.2013

 

 

 

 

 

 

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