Melanie More

Rote Flügel

Meine Prinzipien aufgegeben,
habe mich auf dich verlassen.
Ich könnte mich heute noch dafür hassen.

Ich habe dir vertraut,
habe auf dich gebaut.
Jetzt sitze ich hier
Und schreibe dir.
Es sind die letzten Zeilen von mir.

Es war diese Nacht,
als sie kamen mich zu holen.

Ich habe es doch nicht getan!

Die Schellen klickten, dieses Geräusch,
ich kann es nicht mehr vergessen.
Kaltes Metall auf meiner Haut.
Metall, was mich meiner Freiheit beraubt.
Es war ein Stich in mein Herz,
als ob man mir mein Leben nimmt.

Ich konnte nicht reden,
das Gefühl tat zu weh.
Ich konnte nicht denken,
es war alles leer.
Keine Fragen, wie in Trance gefangen.

Die Zelle
Eine kalte dunkle Stahltür ging auf.
Und stand vor diesem grauen Raum.
Vor mir 8 Stäbe, die mir die Freiheit nahmen.
Sprachlos-Tränen laufen über mein Gesicht.
Hilflos-Machtlos-Eingespert.
Hinter mir: Die Tür fiel ins Schloss.
Keine Luft zum atmen.

Der Raum
Kalte graue Wände,
Namen in die Wand geritzt.
2 Tag bin ich jetzt hier,
ich halte es nicht länger aus.

Stehe mit dem Rücken zum Fenster.
Halte das Messer in der Hand.
Kann auf dem Chrom die Freiheit sehen.
Die Klinge blitzt,
ich sehne mich nach der Freiheit.

Halte das Messer am Hals,
mein Herz rast.
Die Klinge am pulsierenden Hals.
Es muss sein, ich halte es nicht aus.

Das Messer gleitet den Hals entlang
Und färbt die Klinge rot.

Das heiße Blut,
ich kann es fühlen,
läuft über meine Haut.
Ich fühle etwas, endlich wieder.
Mit der Hand fühle ich die Wunde.
Es fühlt sich gut an,
das Blut ist frei,
fließt wahllos über meinen Körper.
Den Schmerz nehme ich kaum wahr.

Halluzination
Das Blut so rot, so warm,
wie die Freiheit.
Gleich ist es soweit.
Ich gleite zu Boden,
zu viel Blut vergossen.
Ich habe mich befreit,
konnte die Kälte des Stahls nicht ertragen.

Jetzt endlich kann ich fliegen,
sind meine Flüge auch rot vom Blut.

Mein Debüt-Roman
"Sehnsucht nach Freiheit"; Veröffentlichung Ende August 2004 ISBN 3-8334-1261-5
www.melanie-more.de.vu

Nach einem Zusammenbruch in ihrer Wohnung, wird die 30 jährige Sandra Geller in das
Victoria-Hospital zwangseingewiesen.
Diagnose: Schwere Depression!
Was würden die machen, wenn ihr Arzt des Vertrauens, ihr Talent für sich ausnutzt
und seine Macht missbraucht?
Ein packender Roman, von der ersten Seite, bis zum spektakulären Ende.
Melanie More, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.02.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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