Ernst Dr. Woll

Weihnachten in der Familie IV

Unsere 4 heute erwachsenen Kinder erinnern sich sehr gern an die Weihnachtsfeste  während ihrer Kindheit. Unsere Jüngste hat die Weihnachtsvorbereitungen in einem Gedicht dargestellt, zu meinem 70. Geburtstag vorgetragen und übergeben. Ich soll es  mit Zustimmung der ganzen Familie veröffentlichen.
 

<p style="text-align: center;" center;"="">Weihnachten, das Fest der Feste,
bot im familiären Neste
neben Duft der Bäckereien
Heimlichkeit und Neckereien.
Trotz Mangel und Versorgungslücken
habt ihr´s geschafft, uns zu verzücken
mit Geschenken, reich und viel,
was zum Naschen und fürs Spiel.
Oft, wie wir später erst erfahren,
aus der Abteilung Bück-dich-Waren.
Für uns Mädchen Puppenstuben,
Eisenbahn für unsre Buben,
das war stets der große Hit,
hielt Vater jährlich bastelfit.
Zunächst kommt dran die große Platte,
die er zu verkabeln hatte.
Häuser, Bahnhof brauchen Licht,
ohne Strom bewegt sich nicht
Schranke, Lok und das Signal,
viel zu tun ist allemal.
Besonders einige der Schranken
an Bewegungsarmut kranken.
Der Schrankenarm, ganz in rot-weiß
rührt sich gar nicht, so ein Sch....
Ist die Schranke selbst kaputt
oder der Kontakt nicht gut?
Bauen, fummeln, ausprobieren,
sie will partout nicht funktionieren.
Dann reißt die Geduld dem Vater,
einen lauten Brüller tat er,
und schmiss, völlig Wut entbrannt,
jene Schranke an die Wand.
Der Blutdruck kommt bald wieder ins Lot,
nur die Schranke am Boden scheint tot.
Vater nimmt sie in die Hand,
betrachtet gleich der Dinge Stand
und plötzlich – es geschehen noch Zeichen und Wunder –
der rot-weiße Balken geht rauf und auch runter.
Es ist jedoch nicht zu empfehlen,
solches Handeln stets zu wählen....
 
Das mädchenhafte Spielgerät,
drum sich zu Weihnacht alles dreht,
sind für die Puppen kleine Zimmer,
fertig eingerichtet immer.
Auf dem Sofa winz´ge Kissen,
Gardinen braucht man nicht zu missen,
es gibt Betten, Stühle, Sessel,
Küchenherd und Wasserkessel,
Lampen, Pflanzen und auch Bücher,
Bettvorleger, Badetücher,
Schränke mit viel Innereien,
aber alles ganz, ganz klein.
Jedoch der absolute Renner
ist für Puppenstubenkenner
eine Klingel an der Seite,
dass sie laut und deutlich läute.
Und wieder muss der Bastler ran,
der Vater, der sie bauen kann.
Das Weihnachtszimmer bleibt tabu,
verschlossen ist die Tür im Nu.
Man hört es klingeln, hämmern, bohren,
wir Mädchen kriegen spitze Ohren.
Neugierig lugt durchs Loch vom Schlüssel
die Kinderschar, um doch ein bissel
zu erfahren, was geschieht,
so man einen Ausschnitt sieht.
Aber in den Weihnachtstagen
hängt vor dem Loch ein weißes Laken.
Vielleicht jedoch nicht heut und immer
ist so verhängt die Tür vom Zimmer?
Man muss das also kontrollieren
und hin und wieder ausprobieren.
Auf einmal ist das Laken  weg,
wir kriegen einen Riesenschreck.
Denn was wir sehen – glaubt es mir bitte –
ist von Vaters Aug` die Mitte.
Auge in Auge, so fürchterlich,
war das Ende vom Lunzen, für Sigrid und mich.

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