Anita Namer

Was meint ihr?



Sind wir alle „eins“ – alle aus einer Essenz? Zeitlos – unsichtbar verbunden, durch ein Netz aus Energie, aus Liebe?
Geht es darum - alles Leben zu achten, die Mücke, die Fliege, den Baum und die gesamte Natur? Ist alles in einem großen Verbund und hat alles, was getan wird – Auswirkungen auf das gesamte System und selbstverständlich rückwirkend wieder auf mich? Ist alles einerseits ewig – andererseits ständig in Veränderung, Bewegung, Entwicklung? Was immer schon war, oder immer schon so gemacht wurde – kann es für immer so bleiben? Oder verändert, ändert es sich - ebenso – wie ich selbst?

Kommen wir hierher auf die Erde um uns selbst zu erfahren, alles was „wir sind“? Gehören dazu die negativen wie die positiven Seiten – eben die Dualität – ohne Wertung? Ist beides nötig: Gut und böse, heiß und kalt, Tag und Nacht um das jeweils andere zu erkennen? Sind das alles Erfahrungen um uns zu definieren? Macht jeder diese auf seine eigene Art, in seinem Tempo? Machen wir alles mit, einfach – um zu erfahren, zu lernen? Finden wir dadurch in allem einen Sinn – auch in Tod, Krankheit, Leid ???
Sind Krankheiten „Botschaften des Körpers, der Seele“? Teilt er uns mit ihnen mit, was in unserer momentanen Lebenssituation beachtet werden will? Welche andere Möglichkeit hätte er? Verändert sich unsere Krankheit – indem wir unseren Lebensweg ändern?
Sind Tod und Geburt eins – jeweils ein Übergang auf die „andere Seite“? Gehen wir beim Tod zurück zur Essenz (daraus die Sehnsucht nach Liebe, „Eins-sein“), bei der Geburt wieder in ein „irdisches Leben“? Ist es eigentlich immer eine „Geburt“ – hin und her – wie durch „Portale“??
Bestimmen wir selbst, welche Erfahrungen wir im jeweiligen Leben machen wollen, welchen Menschen wir begegnen und alles was uns widerfährt? Brauchen wir es – um zu lernen und zu be-greifen? Fügen wir, wie bei einem Puzzle-Spiel immer wieder ein neues „Leben“ , eine neue „Erfahrung“ zu unserem „Selbst“ dazu – um es zu vervollständigen??
Kreieren wir, bevor wir in das jeweilige Leben gehen, dieses genau so, wie wir es erfahren wollen – auch die dazugehörigen Menschen, die uns begegnen werden? Haben uns manche Menschen schon viele Leben begleitet, sind manche neu? Ist es jeder Mensch selber, der wieder entscheidet unser Gegenüber zu sein – in den jeweiligen Situationen? Haben wir für die Erfahrungen, die wir mit ihnen machen – unser Einverständnis gegeben?
Bedeutet das - werde ich z. B. von einem Menschen verletzt, trifft er eine Wunde - IN MIR – oder umgekehrt? Wollten wir beide in diesem Leben diese Erfahrung machen – um etwas zu lernen? Geschieht das auf unbewusster Ebene? Rütteln uns diese Dinge durch, wecken sie uns auf, werfen sie uns aus der Bahn – um uns unser Leben überdenken zu lassen?
Ist das dann nicht doch irgendwie alles – Liebe?
Sind unsere Familie, unsere Freunde – Spiegelbilder unseres Selbst? Zeigen sie uns – was wir „in uns“ selbst nicht erkennen können? Sind das, was ich an anderen nicht mag, Anteile in mir, die ich abgespalten habe? Soll ich vielleicht genau da hin sehen, vielleicht den Schmerz nochmal fühlen, hilft mir dies, diese alten Wunden zu heilen, meine Ängste zu erfahren, mir selbst und den anderen zu verzeihen?
Sind wir mehr, viel viel mehr, als der Mensch auf dieser Erde?
Sind wir ewig, geht nichts, absolut nichts verloren? Wechseln wir nur unsere Hüllen? Wandelt sich der Rest – so, wie bei einer Raupe?
Sie denkt sie stirbt, hat keinerlei Ahnung was passiert, wenn sie sich verpuppt. Nach der Verwandlung ist sie ein prächtiger Schmetterling.
Macht jeder in der Existenz seines „Seins“ im Verlauf unzähliger Leben – JEDE Erfahrung mit – vielleicht sogar in unterschiedlichen Konstellationen mehrfach?
Vieles „ver-urteilte“ ich im Vorfeld – bis ich dann selbst in die gleiche Situation kam. Erst dann – und wirklich erst dann – konnte ich manches verstehen. Ich fühlte und erkannte – was ein Mensch genau dann fühlt und erlebt.
Eine gewagte Frage: War jeder von uns schon einmal in einem früheren Leben „der Böse“ – um im nächsten wieder „der Gute“ zu sein? Sammeln wir „Erfahrungen“ um uns selbst und das, was wir sein können, zu „erleben?“
Haben „Täter“ und „Opfer“ in allem was geschieht eine stille Vereinbarung – dies erleben zu wollen? Macht das Sinn?
Wie könnte ein Mensch die „Erfahrung“ eines Opfers machen, wenn es keinen Täter gibt – und umgekehrt? Ist es eine notwendige Konsequenz – wenn man in einem Leben der „Täter“ ist – in einem anderen Leben, das zu erleben, was ein „Opfer“ durchmacht? Ist alles in gegenseitiger „Wechselbeziehung“ und möglicherweise tatsächlich „gerecht“? Würde noch irgendwer einem Menschen oder Tier Leid zufügen, wenn er wüsste, dass ihn irgendwann die „andere Seite“ der Erfahrung erwartet?
Geht es darum, die eigene Verantwortung zu erkennen, für alles, was wir denken und tun – oder nicht tun? Bräuchten wir dann noch die 10 Gebote, Gesetze oder die Angst vor Gott ??? Wenn wir verantwortlich handeln – handeln wir im Sinne der Menschen, der Welt und des höheren Bewusstseins. Ist das „Freiheit“ in jedem Sinne, wenn ich weiß, ich könnte alles sein, was ich mir nur vorstellen könnte und entscheide mich für das, was ich lebe und das, was ich bin? Erschaffen wir uns – mit unseren eigenen Glaubensmustern, Erfahrungen, Prägungen, Vorstellungen, Empfindungen – unsere Realität?
All das, was mir geschah – machte DEN MENSCHEN AUS MIR – der ich jetzt bin – und das ist gut so. Gelernt und gereift bin ich am meisten an den Erlebnissen, die mich „aus der Bahn warfen“ – und somit waren dies alles Geschenke, Geschenke aus Liebe – auf beiden Seiten.
Wurde ich ungerecht behandelt – erkannte ich die Gerechtigkeit, wurde ich angegriffen, erkannte ich den Wert des Friedens oder vielleicht meine eigene Stärke usw. ….
Nehmen wir erst so das Leben wirklich „wahr“, indem wir alles fühlen?
„Ja – so fühlt sich Wut, Ärger, ein Lächeln, Freude, Hass, Liebe, Trauer an…“ - und all das – bin ICH.
Die Verantwortung, die Achtsamkeit – wie dieses Leben gelebt wird liegt bei mir – bei mir ganz allein.
Alles was geschieht – wie ich re-agiere oder agiere – gehört zu meinem Leben, macht mich aus –
Ja….Leben!


© A. Namer

 

Liebe Leser, ich weiß, dass dies hier kein Gedicht ist – sondern ein langer Text mit vielen Fragen. Ich bitte Euch, mir das nachzusehen. Er steht hier – weil er mir viel bedeutet.
Es sind Fragen, die ich für mich selbst bereits beantwortet habe. Es geht mir hier also weniger um Zustimmung oder Ablehnung – als darum, wo der Einzelne berührt wird, was ihn beim Lesen bewegt, aufrüttelt und wie er darüber denkt.
Es sind Fragen, wie eine Reise, die ihr mit mir gehen könnt, wenn ihr wollt. Es geht mir auch nicht darum, zu sagen – ich finde dies oder jenes richtig oder falsch….es sind Gedanken, Ideen, ohne Wertung. Möglicherweise hat hier jeder seine ganz eigene Antwort. Ich wünsche mir, dass ihr spielt, mit den Fragen – und euren eigenen Gedanken dazu…..….
Danke für`s Lesen, ich freu mich über Antworten – und bin schon ganz gespannt, was daraus wird.
Herzliche Grüße,
Anita
Anita Namer, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.12.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Die Autorin:

Buch von Anita Namer:

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Perlen der Seele von Anita Namer



Alles was uns ausmacht ist das, was wir in unser Leben mitgebracht haben und was wir in ihm erleben. Die Autorin schreibt über Gefühle, die uns im Leben so begegnen: Liebe, Freude, Trauer, Leid, lachen, weinen, hüpfen, springen, fühlen und lebendig sein. Sie möchte Impulse setzen, die die Seele berühren und zum Nachdenken anregen.

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