Wally Schmidt

Irgendwann da geht es los

 

 

Jetzt noch lange Wartezeit,

bis es wirklich dann so weit,

dass unser Flugzeug endlich startet,

nachdem wir doch so lang gewartet.

Ja, wir leben auf dem Land,

da ist es jedermann bekannt,

dass Flieger fliegen ab sehr weit,

dorthin zu kommen, braucht man Zeit.

Wir fuhren mit dem Autobus,

weil mein Mann kam zu dem Schluss,

dass er nicht möchte selber fahren,

er ist ja nicht mehr jung an Jahren.

 

Es kostete uns etwas Mühe,

zu kriechen aus dem Bett so frühe.

Doch machten wir uns auf die Socken,

wollten nicht Zuhaus' rumhocken.

Marseille ist auch ein bisschen weit,

der Bus, der steht nicht stets bereit.

Es war kalt, doch tolle Sonne,

dann ist das Reisen eine Wonne.

Und sind wir erst mal angekommen,

dann wird sich richtig Zeit genommen,

für Gucken, Riechen, Freunde treffen,

und nicht vergessen, gutes Essen.

Auch wenn wir uns ein wenig schonen,

die Reise wird sich sicher lohnen.

 

Dann sitzen wir am Airport rum,

ich beobachte das Ganze stumm.

Ach, was all die Menschen futtern,

es ist nicht so wie einst bei Muttern!

Viele mampfen ein Baguette,

so mit was drauf, doch ohne Fett,

das schmeckt dann so wie Pappkarton,

ich probierte diese Dinger schon.

Auch Cola, Kaffee sowie Kuchen

kann jeder Mensch hier mal versuchen.

Salate, Pizza gibt es auch,

na ja, so alles für den Bauch.

Und hinterher dann kommt der Schreck,

du hast so viele Euros weg.

Ich brauch' s doch wohl kaum zu erwähnen,

sie sollten sich für Preise schämen.

Wir mögen nicht den ganzen Shit,

und brachten Butterbrote mit.

A la française“, das sind sie auch,

doch dann freut sich unser Bauch.

Wenn endlich naht die Abflugszeit,

steh'n wir beide schon bereit.

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.12.2013. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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