Ernst Dr. Woll

Rauchen abgewöhnen ist qualvoll aber nützlich

Als ich einst noch Zigaretten geraucht
habe ich dafür viel Geld gebraucht
und sehr häufig darüber nachgedacht,
was man mit dem vielen Zaster  macht
wenn man könnte das Laster aufgeben
und beginnen ein gesünderes Leben.
 
Siebenundvierzig Jahre  ist es nun bald,
ich war in jener Zeit 36 Jahre alt,
als ich den festen Entschluss gefasst:
Keine Zigarette wird mehr angefasst!
Aber ich verkünde es nun allerorten:
Mein Erspartes ist nicht größer geworden.
 
Ich beschreibe es, denke heute noch dran
wie damals plötzlich mein Martyrium begann:
Als ich anfing, mir das Rauchen abzugewöhnen
hörten die  Mitmenschen mein lautes Stöhnen.
Ich war seinerzeit allein auf mich gestellt
und schimpfte auf die erbarmungslose Welt.
 
In  den Verzichttagen lagen Zigaretten griffbereit,
und ich  sagte mir allezeit:
„Lass dich nicht von deiner Sucht verführen,
du darfst den Klimmstängel nicht anrühren.“
Ausreden und Tricks sollten mir dabei nützen,
selbst Handschuhe mussten vorm Anfassen schützen.
 
Die Verführung zum Paffen war stärker zu Haus´
deshalb ging ich viel häufiger als sonst abends aus.
Ich mied alle bisher beliebten Geselligkeiten,
wo man mich konnte zum Rauchen verleiden.
Ich ging in Kinos, dort war Rauchverbot,
verdrängte mit Zwang meine große Not.
 
Heute finden die „Abgewöhungsbereiten“
Unterstützung von allen möglichen Seiten,
sogar medizinische Hilfe wird empfohlen,
man kann sich Rat von Fachkundigen holen.
Ich aber ging damals allein mit Willensstärke
bei meinem „Abgewöhnugskampf“ zu Werke.
 
Zieh ich nunmehr die bisherige Bilanz,
bin ich heut mit mir zufrieden voll und ganz,
durch Rauchverzicht gewann ich kein Geld
aber bessere Gesundheit hat sich eingestellt.
Verzeihung, Raucher, nehmt´s mir nicht krumm:
„Wer weiter raucht, bringt sich selber um!“

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