Manfred H. Freude

menschenjammer

gelähmt im drang des harn der nicht mehr lässt
auf diese schäbigen zeiten zu lassen
die krise zieht einem übers mark ins bein
für mut was noch zu retten nicht mehr wert ist

jeden tag sich doch bemühen mensch zu sein
in selbstmütigem übermut zu schreien
gebt uns ein frisches besseres Kleid
konsumiere was es will und der reformen leid

was hat man nur aus uns gemacht? in dieser not.
in diesen zeiten angebracht ist sparen für den tod
ach gäbe man uns am ende was für unsere leich
noch einmal fest am tresen stehn wie reich

die reformen die so wichtig für uns alle rings
lassen uns den armen staat nicht retten
lassen wir das unbeirrte rad doch einfach links
und drehen wir uns lieber alle in den betten




Aachen, 2004-03-04



****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen




Escapistenlyrik, Weltpolitik, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle

© 2004 MANFRED H. FREUDE


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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.03.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Manfred H. Freude:

cover

FREUDE - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen von Manfred H. Freude



Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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