Wally Schmidt

Sehnsucht und Trauer

 

 

Ich gucke mir die Augen aus,

und gehe zigmal vor das Haus,

warte auf mein kleines Schätzchen,

das liebe, schöne, treue Kätzchen.

Sie ist verschwunden schon seit Tagen,

wir ständig alle Leute fragen.

Doch niemand hat sie hier geseh'n,

ich kann das alles nicht versteh'n.

 

Auch ihre liebe Schwester trauert,

sie immerzu da sitzt und lauert.

Für sie ist das ein grosser Schmerz,

es klopft ganz schnell ihr kleines Herz.

Sie sicher heimlich um sie weint,

seit der Geburt sind sie vereint,

Das ist jetzt siebzehn Jahre her.

Uns allen fällt das ach so schwer.

 

Sie war ein richt'ger Wirbelwind,

und für uns fast wie ein Kind.

Man wächst zusammen, ist sich nah,

und plötzlich ist sie nicht mehr da.

Bevor das Kätzchen jetzt verschwand,

war sie wie Luft in meiner Hand.

So dünn und leicht genau wie Watte,

merkten dann, dass sie was hatte.

 

Wir konnten alles nicht versteh'n,

und wollten mal zum Doktor geh'n.

Ich nannt' sie nur noch Knochenkätzchen,

sie sah mich an mit ihrem Frätzchen

und wollte nur gestreichelt werden,

so ein Tierchen ist das Glück auf Erden.

Auch Federchen wurd' sie genannt,

so leicht und schnell ist sie gerannt.

 

Sie war natürlich auch schon alt,

doch wünscht man sich am Ende halt,

dass sie stirbt in uns'ren Armen,

in ihrem Haus und auch im Warmen,

nicht da draussen ganz allein.

Sie sollt' am Schluss hier bei uns sein.

Vielleicht hat sie der Fuchs gefressen,

wir werden niemals sie vergessen.

 

 

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.02.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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