Dirk Wittig

SIEBEN SIEGEL - Agonie

So, fühlet, höret, sehet,
wie´s zittert und wie´s flehet.
Wenn´s wettert unter Füßen
und sich zum Tanz begrüßet.
Und dass sich alles neigt
und sich das Erdreich zeigt,
ist eine, meine Gabe,
die ich nun für euch habe.

Dann Stille über Wäldern,
und an den Höhn und Feldern
wird euch kein Schein umarmen.
Nur eins wird sich erbarmen -
der Schatten, meine Gabe,
die ich nun für euch habe.

Bis dass der Mond zur Röte schwenkt
und jüngst im Meere sich ertränkt.

Und wie der Himmel waltet;
sein Anblick neu gestaltet,
so dass das Sternenzelt
lodernd hier zur Erde fällt.
Dass Kontinente weichen;
als Flöße durch die Meere streichen -
ist eine, meine Gabe,
die ich nun für euch habe.


So eilet mit bedacht
gen Höhlen tiefster Nacht -
und möge euer fleh ´n
dem Unheil dort entgeh ´n.
Die eine, meine Gabe,
ist´s, was ich für euch habe.

Bis dass ihr höret die Posaunen
die durch alle Winde raunen.


© Dirk Wittig

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