Manfred H. Freude

BEKÜMMERTE ZEITEN

Strahlend Licht der Finsternis
Heiter fröhlich scheinend Glanz und Helligkeit
in Dunkelheit und Schwärze der Nacht

Schatten werfen die Düsterkeit auf die leeren Wände
im Dunst der Nebel steigt die Traurigkeit wie ein schwarzer Fleck
auf die Freudlosigkeit der bekümmerten Zeiten

Verzweiflung macht sich breit in den schmalen Windungen
kein Hauch von Atem ist zu spüren in der Uhr der Zeit
Mutlosigkeit breitet sich in den Gehirnen aus

Die letzten Gedanken fliehen aus Angst
kein Tropfen Blut fließt mehr in den ausgetrockneten Adern
Selbst die Gewalt hat keine Macht mehr über die Untoten

Strahlend Licht der Finsternis
Heiter fröhlich scheinend Glanz und Helligkeit
in Dunkelheit und Schwärze der Nacht

Die Nacht kommt vor dem Abend in die Herzen
die letzten Ratten und Schaben verschwinden in den Därmen
derer die ohnehin verhungert sind am schäbigen Leben

Der letzte Tropfen Wodka nährt die Rattenbrut die in der Leber
ihr letztes Nest sich hat gegraben zum Abschied
von dem Leben und der Welt die Draußen

Hoffnungslosigkeit begrüßt die Verzweiflung in den Arterien
die Muskeln wurden lange nicht bewegt und ausgedehnt
nur noch die Plastinate dauern die kommende Zeit

Strahlend Licht der Finsternis
Heiter fröhlich scheinend Glanz und Helligkeit
in Dunkelheit und Schwärze der Nacht

In den alten Tempeln ist es still wo alles Lebende verschwunden
die Politiker gingen zuerst schon als man ihre Konten schloss
nur die Denker und Dichter blieben noch bis zum Finale

Der letzte der gewartet vor der Türe all die Jahre
der leuchtet noch ein letztes Mal in den dunklen Raum
mit strahlend Licht in Dunkelheit und Schwärze der Nacht

Mit schwacher Stimme fragt er nur „warum“
doch nie erreicht das Wort ein Ziel noch kommt es zurück
es ist zu spät doch er hat nie etwas getan noch was verlangt

Strahlend Licht der Finsternis
Heiter fröhlich scheinend Glanz und Helligkeit
in Dunkelheit und Schwärze der Nacht





Aachen, 2004-03-10





****************************** Autoreninfo ***************************
Manfred H. Freude geb. am 02.04.1948 in Aachen


Escapistenlyrik, Liebe, Tod, Weltpolitik, Das Leben, Erfahrungen, Aktuelles, Trauer & Verzweiflung, Wut, Sehnsucht, Klartext, Kritisches, Gedanken, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
© 2004 MANFRED H. FREUDE





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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.03.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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FREUDE - Das dichterische Werk 2002 - 2006. Freude beim Lesen von Manfred H. Freude



Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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