Ursula Bleitner

Osterbräuche

 
 
Ein Jeder weiß, so ist das nun:
der Osterhase lebt vom Huhn,
denn legte das nicht all die Eier,
sie fehlten bei der Osterfeier.
Der Bräuche gibt es mancherlei.
Uns ist Symbol das Osterei -
bemalt mit Mustern rot, gelb, blau,
beliebt bei Kindern, Mann und Frau.
 
Viel hat der Osterhas’ zu tun,
hat keine Zeit, sich auszuruh’n,
denn unter Büschen, hinter Hecken,
soll er die Eier flink verstecken,
die dann die Kinder eifrig suchen;
zum Kaffee gibt’s den Osterkuchen:
ein Lämmlein mit viel Zuckerguss
gehört zum Fest, ist ein Genuss.
 
Der Osterhase muss sich sputen. –
In Finnland liebt man Birkenruten,
mit denen man den Nächsten grüßt,
zum Zeichen, dass zu Ende ist
des langen Winters dunkle Zeit
und man sich auf den Frühling freut.
In Schweden bringt zum frohen Feste
das Osterküken stets das Beste.
 
Manch einem ist es lieb und teuer,
zu tanzen um das Osterfeuer.
Die „Easter Parade“ ist der Clou
auf New Yorks Fifth Avenue.
Es gibt im Frühjahr viele Sitten.
Von alters her ist unumstritten,
bei Heide, Moslem oder Christ
Erneuerung willkommen ist.
 
 
Ursula Bleitner (U) 2014     

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