Paul Rudolf Uhl

Auf der Isar


Mi’n Isarfloß – mei Wei und i -
mia wern so vierzg Leit gwesn sei…
Es is ganz gwieß scho zwanzg Joahr her.
S’ woar pfundig – Himmesakradie!
S  gibt wos zun Essn, Tringa… – Mei -
a Gaudi woars – wos woijn ma mehr?  
 
I hob wia wujd fotografiert:
de Baamstämm, d Leit, as Ei’steign aa
de Bierfassl, de Musi und
de Bayernfahne, schee rautiert,
de Schwän am Ufer… D Kamera
woar hoaß, da Knipsefinger wund…
 
Am Anfang glei: d Pupplinger Au:
De Nackatn stehn do – jawoj,
ganz unscheniert winkans uns zua!
Und i knips weida. Sogt mei Frau:
Sei sparsam, mach den Fujm ned voj
und lass d Nudistn doch in Ruah!
 
Do woar aa no nix digital,
s woarn grod sechsadreißg Buidln drauf
und des hoaßt ei’teiln, spar’n – genau!
Ja, und da Quell schmeckt kolossal,
so dass i vier, fünf Hojbe sauf.
Im Mühltal: d Rutschn! – Sog zur Frau
 
dass’s  iatz glei spritzn werd! - Oh mei –
da Fujm is goar, nix is iatz wor’n
mit attraktive Buidln! - Mist!
Des kimmt davo – des muaß so sei.
Humor hob i doch ned valorn,
weil ma beim Quell hoit schnej vagisst…
 
Dann denk i no an’d  Siebzga Joahr:
I waor Sojdat, do samma moj
mi’n Schlauchboot d Isar owe gfoahrn.
Des woar no wujda, glaubt’s ma’s goar:
An Brücknpfeila - jedn Foj –
den hamma toucht, san umdraht wor’ n,
 
und oisse woar glei „upside down“…
An Kastn Quell hamma valoarn,
oam hat’s  an Arm auskuglt glei!
Und weita drunt, bei Bayerbrunn -
do gibt’s doch an Georgnstoan,
do samma hi grumpet – oh mei !
 
A weng lädiert kemm’ ma dann o,
z Thalkirchn und aa ganz schee miad…
Des Abnteuer woar’s uns wert -
und wer dabei woar, denkt lang dro,
woaß, dass er’s nia vagessn wiard
und d Isar lebmslang va’ehrt.  


P.U. 08.03.14
 

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