Hans Witteborg

Immer wieder...



Ja, Frühling ist ´s. Wir haben ´s begriffen,
der Lenz ist endlich eingekehrt.
In Wohnungen wie Ausflugsschiffen,
da wird geputzt, der Müll entleert.

Doch die banalen Tätigkeiten
sind nicht Dichters Erwähnung wert,
er sieht die Jahreszeiten streiten,
den Lenz, der nun den Winter Mores lehrt.

Der Dichter voller Überschwang
begrüßt mit Märzglocken Geläute
den Wechsel, auf den er so lang
sich tintenklecksend riesig freute.

Er hört, was andere nicht hören,
das Klingen zarter Blütenglocken.
Ich denke – er will nur beschwören,
will uns mit seinen Versen locken!

So sei ´s drum – all das Frühlingsdichten:
der Lebensfreude dient ´s als Zweck.
Doch kommen andere Jahreszeiten, dann
mitnichten
sind die Ergüsse der Poeten auch nicht weg!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.03.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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