Andreas Thon

Der Wind


Der Wind quillt brodelnd
in die Ritzen der alten Bohlen
brechend – rauschend
klagt er in die Schatten brandend
eine Kohlezeichnung

Wie eine Reduzierung
der Stille
braust er auf
und in meine hohlen Knochen

Im Flur
neben dem brennenden Kinderwagen
drängt mich das kleine Mädchen an die Wand
die vom Ruß geschwärzt
immer eine Farbe mehr verschwinden lässt

Und wenn ich das Haus verlasse
fasse ich keinen Weg mehr
in die Augen
Blicke wiegen Winterhölzer

Alles Gras ist grau geworden
jeder Baum ein Stumpf
jeder Mensch ein Rumpf
jedes Maß ist voll

Von einer Müdigkeit in die andere taumelnd
von jeder Brache in die Brüche
von einer Sprache in die Stille

ragt der Wind hinein


© Andreas Thon

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 09.04.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Seit ihrer schlimmen Kindheit ist Kim davon überzeugt, dass es das Übersinnliches und Geister wirklich gibt. Als sie Pam kennenlernt, die kurz darauf in einem herunter gekommenen maroden Haus einzieht, nehmen die seltsamen Ereignisse ihren Lauf. Bei der ersten Besichtigung des alten Gemäuers überkommt Kim ein merkwürdiges Gefühl. Als sie dann noch eine scheinbar liegengelassene Fotografie in die Hand nimmt, durchzuckt sie eine Art Stromschlag, und augenblicklich erscheint eine unheildrohende Frau vor ihrem geistigen Auge. Sie will das Haus sofort verlassen und vorerst nicht wiederkommen. Doch noch kann Pam nicht nachempfinden, warum Kim diese ahnungsvollen Ängste in sich trägt, sie ist Heidin und besitzt keinen Glauben. Nachdem Kim das Tagebuch, der scheinbar verwirrten Hauseigentümerin findet und ließt, spürt sie tief in ihrem Inneren, dass etwas Schreckliches passieren wird. Selbst nach mehreren seltsamen Unfällen am Haus will Pam ihre Warnungen nicht ernst nehmen. Erst nachdem ihr, als sie sich nachts allein im Haus befindet, eine unbekannte mysteriöse Frau erscheint, bekommt sie Panik und bittet Kim um Hilfe. Aber da ist es bereits zu spät.

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