Michael Reißig

Der hübsche Stolz der Osterglocken

 

    


Weise lockt der Osterglocken lieblich Hauch
Tränen ersticken stumm in schaurig tiefem Tal
Des Blutes Leere friert ein, in lichtem Rauch
Sanftes Lächeln erstickt die tonnenschwere Qual

 

In der des Leides Schmach manch Herz erdrückte
Das Novembergrau in Dschungels Dickicht mal gesät
Wo das Menschelnde in Zornes Gier beinah erstickte
Die des Herzens nahe Glocke immer hat verschmäht

 

Um begehrlich in dem Müden sich zu rühren
Das schnell erwacht, in österlichem Glanz
Neugeburt erweckt die Kunst sich zu entführen
Gedrungene Herzen wiegen sich beim Tanz

 

Die vor des Frühlings Wiege sich hat verneigt
Entfleucht ist sie, dank sonnigem Geläut
Das die letzten Fünkchen Bitterkeit vertreibt
An echtem Pulse labt der Liebe Lust, die einst gereut

 

Die im Blütentanz so selig stolz sich narrt
Gedrosselt ist des Unheils düstern' Plag'
Die aus dem Schlaf erwacht, wenn sie gekarrt
Aus sündigem Schein, der stets nur Trug vermag

 

 

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