Wally Schmidt

Der Ostereierjammer

 

 

Das rote Ei, das sagt zum blauen:

Den Menschen ist doch nicht zu trauen,

was sie alles mit uns machen,

sind doch richtig blöde Sachen.

Erst kocht man uns im heissen Wasser,

und wir werden hart und immer nasser.

Dann schütten sie das Wasser weg,

es wird kalt, man kriegt 'nen Schreck.

Sie streu'n auf uns're Köpfe Salz,

und stecken uns dann in den Hals.

 

Zu Ostern wollen sie uns bunt,

drum geht es nach dem Kochen rund.

Man legt uns ganz in Farbe rein,

egal ob gross wir sind, ob klein,

und schiebt uns hin und schiebt uns her,

ich wüsst', was angenehmer wär'.

Na ja, danach sind wir sehr schön,

man kann uns richtig leuchten seh'n.

 

Doch dann wird’s mir um's Herze bange,

die Schönheit, die hält nicht sehr lange.

Denn es ist leider mal so Brauch,

wir landen in der Menschen Bauch.

Ich werde einfach mich verstecken,

damit sie niemals mich entdecken.

Dann hab' ich wirklich meine Ruh,

Ich hoff', dasselbe tust auch du.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.04.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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The Lost God: Tag der Verdammnis von Gregor Spörri



Die Welt befindet sich in Aufruhr. Misswirtschaft und Überschuldung reißen Staaten in den Abgrund. Von korrupten Politikern, skrupellosen Wirtschaftsmagnaten, kriminellen Banden, religiösen Fanatikern, sozialer Not und Unruhen gegeißelt, verlieren die Menschen zusehends jede Zuversicht. Da erscheint am Himmel ein mysteriöses Objekt und die Welt gerät in einen Strudel unvorstellbarer Ereignisse ...Ganz ohne Prophezeiungen der Maya oder von Nostradamus, führt uns der Debütroman THE LOST GOD des Schweizers Gregor Spörri den Eingang zur Hölle vor Augen, an dem die Menschheit plötzlich steht. Der Autor entwickelt seinen apokalyptischen Stoff sowohl aus dem aktuellen Weltgeschehen als auch aus einem persönlichen Erlebnis. Zum Ende einer Ägyptenreise im Frühjahr 1988 macht Spörri nordwestlich von Kairo eine verstörende Entdeckung: das Relikt von Bir Hooker. Er fotografiert den schauerlichen Fund, sucht nach seiner Rückkehr in die Schweiz Kontakt zu Wissenschaftlern, doch die zeigen keinerlei Interesse. Spörri forscht daraufhin allein weiter, schweigt sich aber darüber aus. In den folgenden zwei Jahrzehnten festigt sich durch die gewonnenen Erkenntnisse eine düstere Zukunftsvision in ihm. 2008 gibt Spörri seine bisherige Berufstätigkeit auf und widmet sich fortan der Niederschrift seiner Gedanken. Er verwebt diese mit authentischen Vorkommnissen, Geschichten und Figuren sowie dem Relikt von Bir Hooker zu einem hochdramatischen wie beklemmenden Reality-Fiction-Thriller. THE LOST GOD - Tag der Verdammnis ist ein Buch, das man nicht mehr aus den Händen legen will. Eine Gefahr von außen, die ein Denken in neuer Dimension erfordert, treibt die von prickelnder Lebensnähe, scharfzüngiger Zivilisationskritik und bitterbösen Momenten durchzogenen Handlungsstränge gnadenlos voran. Spätestens beim Zuklappen des Buches, wenn der Leser das Geheimnis um das Relikt von Bir Hooker kennt, wird er sich fragen, ob seine bisherige Weltanschauung noch Gültigkeit besitzt.

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