Patrick Rabe

Zum Teufel

Zum Teufel hab ich ein merkwürdjes Verhältnis,
er is nich imma da wo's Jeld is.
Mal isser auch in tiefen Gruben,
und grabscht von da aus nach den Buben.

Die finden ihn oft geiler als die Mädchen,
zünden mit Feuer an das Städtchen.
Vielleicht sind Mädchen eher beschützt,
sie haben Angst, wenn's stürmt und blitzt.

Die Jungs hingegen lieben das Gewitter,
vergraulen manchen Babysitter,
darum denkt Onkel Satan dann:
"Mit denen fang ich noch was an!"

Verführung is doch überall, wo's Spaß macht,
wo Jonny angetörnt vom Gras lacht.
Die Kirche warnt vor Rock'n Roll,
doch alle Kid's, die finden's toll.

Findet ihr dies Gedicht naiv?
Dann schreibt mir bitte einen Brief!
Kann sein, dass ihr nicht an den Teufel glaubt,
und denkt, ich sei vielleicht locker geschraubt.

Doch ich lag gestern auf der Wiese,
und neben mir lag Annelise,
eine der wenigen Teufelsbräute,
sie wurde abends meine Beute.

So lagen wir dann auf dem Rasen,
ich kraulte sie, sie tat mich... streicheln.
In sie bin ich so heiß verliebt,
dass ich jetzt glaub, dass's Teufel gibt.

Jetzt noch zwei Strophen an die Leser,
die denken schon, ich rücke Gläser,
ermorde Tiere, trinke Blut,
verstehe mich mit Satan gut...

Nein, nein, ich glaube an das Gute,
drum zieht jetzt bloß mal keine Schnute.
Und um Entschuldingung ich bitt,
wenn mich hier grad' der Teufel ritt!

Liebe Grüße, und Wackeeeeeeeeeeeeeeen!
Euer Patrick

(c) by Patrick Rabe

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.05.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Glaubens-und Liebesgedichte von Patrick Rabe sind mutig, innig, streitbar, vertrauens- und humorvoll, sie klammern auch Zweifel, Anfechtungen und Prüfungen nicht aus, stellen manchmal gewohnte Glaubensmuster auf den Kopf und eröffnen dem Leser den weiten Raum Gottes. Tief und kathartisch sind seine Gedichte von Tod und seelischer Wiederauferstehung, es finden sich Poeme der Suche, des Trostes, der Klage und der Freude. Abgerundet wird das Buch von einigen ungewöhnlichen theologischen Betrachtungen. Kein Happy-Clappy-Lobpreis, sondern ein Buch mit Ecken und Kanten, das einen Blick aufs Christentum eröffnet, der fern konservativer Traditionen liegt.

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