Hans Witteborg

Bild und Einbildung



Wem nützt das Gute, Schöne, Lichte,
das ich zuweilen auch bedichte?
`s gibt Leser, die dies gleich abtun,
so wie man ´s macht mit alten Schuhen.

Könnt´ ich zum Nachdenken anregen,
wär ´s für das Umfeld schon ein Segen.
Doch Worte sind ´s nur schwer erträglich
und deren Dosis auch noch täglich!

Als Hauspoet gefalle ich mir.
Ich frag´: gefalle ich auch dir?
Schon hör ich mein Gewissen sagen:
„Willst du nach Komplimenten fragen?“

Erwischt! Zernknirscht will ich gestehen,
ich möcht´ mich gern als Dichter sehen.
An Selbsverliebtheit hapert ´s nicht,
so schrieb ich eben dies Gedicht.

Der Mensch in seinem inneren Wahn
sieht täglich sich im Spiegel an.
Er sieht ein Bild – zum Greifen nah
und trotzdem ist ´s real nicht da!

Selbsterkenntnis und kein Weg der Besserung...unbelehrbar..uneinsichtig..

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.07.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Buch von Hans Witteborg:

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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