Peter Spiegelbauer

Der Eiswolf

kleine Tropfen, nass wie Regen
schleichen durch die kalte Stadt
Die Sonne ist ein ferner Segen
nur der Mond scheint sanft und matt
 
einsam heulend steh ich hier
versuch zu finden, was verlor'n
versuch zu finden, und erfrier
In dieser Welt bin ich gebor'n
 
Mein Pelz reicht lange nicht mehr aus
um die Kälte zu ertragen
doch forder ich das Glück heraus
und niemand hört die leisen Klagen
 
Ich klage an, die Menschlichkeit
die längst kein Antlitz mehr besitzt
zu Grunde geht an Eitelkeit
die uns noch am Geringsten nützt
 
Doch hilft es nicht, es laut zu sagen
denn die Menschen hören nicht
Im Lärm aus ungestellten Fragen
geht unter was der Weise spricht
 
Ich lausche weiter in die Nacht
heul an, den Mond in einem fort
das Schicksal mir nur drohend lacht
es sieht mich an, doch spricht kein Wort
 
Der Wind wird schneidend, zum Orkan
ein Feuer brennt in weiter Ferne
wärmt andre, doch für mich fortan
glänzen nur die eis'gen Sterne
 
Ich blick dem Feuerschein entgegen
verspricht mir Wärme, Sicherheit
beginn den Körper hinzulegen
zu träumen von der schönen Zeit
 
Als das was ist noch nicht geschrieben
und ich mir selbst den Schwur geschworen
nie ein andres ICH zu lieben
und bin dabei im Eis erfroren
 

“The deeper I go into myself the more I realize that I am my own enemy.” - Floriano MartinsPeter Spiegelbauer, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 23.07.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Ein weit gereister Journalist schließt innerhalb weniger Stunden Freundschaft mit einem liebenswerten Naturkind. Die Nachricht von seiner lebensbedrohenden Krankheit treibt den engagierten Kriegsberichtserstatter in die Abgeschiedenheit, in die Einsamkeit, wo er allein mit seinem Schicksal fertig werden will.
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