Gisela Segieth

Geständnis

 

Meine Heimat
 
Meine Heimat ist die Saar,
wie sie es schon immer war.
Schließlich kam ich dort zur Welt 
und verdiente da mein Geld.
 
Doch wie in so manchem Leben,
so ist es auch mir gegeben,
dort zu sein, wo's mir geht gut,
brauche ich dazu auch Mut.
 
Da ich jedoch auch brauch Sonne,
ist es für mich eine Wonne,
eine Zeit hier zu verbringen,
mög' es mir recht lang gelingen.
 
Das jedoch wird nie bedeuten,
mich zu trennen von den Leuten,
die mir gaben viele Tage,
Freud und Hoffnung, ohne Frage.
 
Und so tu ich gern gestehen,
ich freu mich aufs Wiedersehen,
mit den Lieben, an der Saar,
schon sehr bald in diesem Jahr.
 
Doch nach Datca komm ich wieder,
und ich schnüre dann mein Mieder,
wenn mir ist danach zumute,
schließlich kenn ich schon die Route.
 
Nur zur Heimat, liebe Leute,
das ist sicher für mich heute,
wird für mich nicht hier der Strand,
darauf geb ich Euch die Hand.
 
Denn ich bin zu sehr verbandelt,
und damit ist's abgehandelt,
mit den Menschen an der Saar,
heute, morgen, jedes Jahr.
 
Diese Menschen tun mir fehlen,
deshalb tut mich Heimweh quälen,
nahezu an jedem Tag,
auch wenn ich mich nie beklag.
 
Dennoch muss ich stets bedenken,
was tut gut meinen Gelenken?
Was kann der Gesundheit nützen?
Was kann mich vor Krankheit schützen?
 
Und dann muss ich so verfahren,
dass mir's geht auch noch in Jahren,
möglichst gut auf dieser Welt,
und dass die Gesundheit hält.
 
Das bin ich am ausprobieren,
und da hilft mir auch kein Zieren,
nein, ich muss jetzt da hindurch,
denn nur krank würd ich zum Lurch.
 
Lurch jedoch will ich nicht werden,
kriechen, krabbeln auf der Erden,
will auch nicht im Rollstuhl sitzen,
denk ich dran, komm ich ins Schwitzen.
 
Denn all das musst ich erleben,
glaubt mir, es tut Schönres geben,
und genau das möcht ich haben,
mich noch möglichst lang dran laben.
 
Und wenn nun dazu gehört,
auch wenn es wohl manchen stört,
dass ich pendle durch die Welt,
ist's für mich halt so bestellt.
 
Schließlich hilft mir nur zu bleiben,
wohin mich die Ärzte treiben,
wenn sie selbst nicht weiter wissen,
weine ich auch oft ins Kissen.
 
Doch die Tränen braucht nicht sehen,
wer dies nicht mal kann verstehen,
ich selbst lass sie heimlich laufen,
tue mich zusammen raufen.
 
Denn warum sollt ich sie zeigen?
Möchte lieber drüber schweigen,
und mich nach der Heimat sehnen,
ach, oh je, jetzt muss ich gähnen.
 
Deshalb hilft nur Schluss zu machen,
mit all diesen trüben Sachen,
und nur noch nach vorn zu schauen,
voller Hoffnung, voll Vertrauen.
 
Ganz genau das werd ich machen,
zwischendurch auch einmal lachen,
dabei an die Heimat denken
und die Schritte dorthin lenken.
 
Wie es weitergeht wollt's wissen?
Sucht Euch mal ein Ruhekissen,
und dann schaut mir einfach zu,
denn die Zeit vergeht im Nu.
 
Und die Zeit wird uns auch zeigen,
wohin er mich führt, der Reigen,
doch der Heimat bleib ich treu,
denn die Fremde macht mich scheu.
 
Gern hätt ich's noch lang verschwiegen,
doch die Wahrheit, sie soll siegen,
ja, ihr will ich mich heut stellen,
macht vielleicht nun auch wer Wellen.
 
Sollt es jetzt noch Fragen geben,
die hier durch die Lüfte schweben,
ja, dann stellt sie, seid so gut,
ich wünsch Euch dazu den Mut.
 
Copyright: Gisela Segieth


Ps. Ich bitte alle auf's Herzlichste um ihr liebes Verständnis dafür, dass ich derzeit kaum kommentieren oder lesen kann, aus vielfältigen, gesundheitlichen wie auch finanziellen Gründen. Sobald es mir gut geht und ich auch alles andere geordnet habe werdet Ihr alle wieder viel mehr von mir lesen. Bis dahin nehmt mich bitte so wie ich bin, oder schreibt mir ganz ehrlich, wenn Ihr mich unter diesen Umständen hier nicht mehr finden möchtet. Vielleicht könnte ich es sogar verstehen ... - habt alle eine möglichst schöne wie auch sonnige Zeit. Ich wünsche sie Euch allen von ganzem Herzen, Eure Gisi

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.08.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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