Ernst Dr. Woll

Omas Ersatzteile

Die Oma war 70, der Friedrich erst acht
Lebensweisheiten hat sie ihm beigebracht;
die Unterschiede von Mann und Frau
erklärte sie jedoch niemals genau.
Bei Omas Besuch mussten immer
die beiden nächtigen in einem Zimmer.
Dabei wollte der Enkel nicht verstehen,
warum sollte er vor Oma zu Bette gehen?
Wenn sie sehr spät dann den Raum betrat,
sich immer wieder das Gleiche tat.
Er kannte die Frage, den hauchenden Ton:
„Friedrich schläfst du schon?“
 
Waren beseitigt alle  Schwierigkeiten
begann sie ungeniert sich  auszukleiden.
Eines Tages wollte der Enkel es wissen,
er versteckte den Kopf  unter das das Kissen,
guckte heimlich, sah die Frau hantieren
und drohte den Verstand zu verlieren.
Zuerst kam eine Perücke vom Kopf
oh weh, sie hatte keinen richtigen Zopf!
Als nächstes, das konnte er begreifen,
sah er sie Ringe und Schmuck abstreifen.
 
Was nun im Weiteren alles geschah
er wirklich zum ersten Mal sah:
Sie nahm einen Gürtel von der Brust.
Oh, das hatte er noch gar nicht gewusst,
die zwei Kugeln da vorn, immer weich,
die waren gar kein richtiges Fleisch!
Dann kamen noch die Zähne raus
und Friedrich hielt es nicht mehr aus,
er rief entsetzt: „Oma, was muss ich sehen,
kannst du auch an deinem Bauchnabel drehen?
Vielleicht geschieht dann ein Wunder
und deine Pobacken fallen auch runter!“

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