Hans Eberhard Bertelsen

Frühlings Neugeburt



Die Neugeburt der Frühlingszeit
läßt die Fluren neu erblühen
Pflänzchen zart im grünen Kleid
die aus Resten Schnee´s sich mühen
öffnen ihre Blütenkelche
strahlend bunt, und was für welche

Wo der Tod im Winter schleicht
unter kalter Eiseskruste
abermals dem Neuen weicht
Stille trauert dem Verluste
Zeigt sich wieder neues Leben
in des Lenzes drängend Beben´s

Explodierend aus dem Boden
schaut der Krokus grün im Röckchen
aus dem Filz der moosen Soden
und dazwischen weiße Glöckchen
die Ade dem Winter sagen
in den lauen Frühlingstagen

Wenn im Lenz die Vögel fliegen
aus dem Süden in den Norden
wo die Wälder bisher schwiegen
eingeschneit geschützt, geborgen
erklingen weithin ihre Lieder
fröhlich von den Bäumen wieder

Refrain:

Lebe auf
geh´aus Dir raus
Der Lenz, er grüßt von Neuem
Mach was draus
geh´aus dem Haus
um Dich des Frühlings zu erfreuen


Weimarschmieden Rhön 16.03.1998 © Hans Eberhard Bertelsen | http://www.bertelsen.de/ipoesie.html

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.10.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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