Hans Eberhard Bertelsen

Wandel der Jahreszeiten



Die Esse raucht; der Ofen knistert
Der Herbst ist ausgelaucht
Der Wind um´s Haus
wie er so wispert
von der Einkehr
des ach so schaurig Winter´s

Der Tag er kürzt
das Sonnenlicht
Winternächte Dunkel stürzt
so manch Gemüt
in ein Geflicht
der Seele Not
lethargischen Gewitters

Die Trübsal schleicht
in Dämmerpose
hinterhältig dümpelnd seicht
in selbstmitleidender Hypnose
schläfrig wandelnd
mich hadernde Mimose

Bis die Tage wieder länger
verweilen noch ganz zage
die zurückreisenden Sänger
in der Frühlingseinkehrenden Gestade
in der sich auch mein Herz verfing

Dann schwinden hin
die lastend Nebel
und alle Pessemismen flieh´n
in die Ferne
Neue Hebel
bewirken sprießend buntes Blüh´n

Der neue Start der Jahreswende
zeigt immer wieder
was bewahrt
aufgehoben
ihn begleiten
bevor´s der Winter fortgekarrt

Dann lodert auf
vom schummernd Sein
aufgetaut des Baches Lauf
sprudelnd klar
der Quellen rein
plätschernd Frühlingslieder wieder

Es kehrt zurück
in´s weite Rund
wieder neues Lebensglück
je länger sich für Stund´ um Stund´
die Sonn´am Himmel höher rückt

Der Bauer sät
das Korn auf´s Land
Der Jäger auf dem Hochstand späht
vorsichtig am Brüstungsrand
nach des Waldes Wildbestand

So ist es nur naturbedingt
wenn erwachet aus dem Ruh´n
des Winters Schmelz
Frohlockend singt
der Wand´rer ein
grüß Gott, vergelts


Weimarschmieden Rhön 16.11.1996 © Hans Eberhard Bertelsen | http://www.bertelsen.de/songs/songs.html

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