Ernst Dr. Woll

Spuk auf dem Friedhof

Es  ist nunmehr schon viele Jahre her
da hatten´s Handwerksburschen schwer,
denn ohne genaue Landkarten galt´s
sich zu recht zu finden auf der „Walz“.
 
Sich auf Wegbeschreibungen verlassen,
Orientierungspunkte nicht verpassen,
das war oft schon sehr kompliziert:
Umwege waren vorprogrammiert.
 
Sein Weg zu Herberge war heute weit.
Die Nacht kam und im Nacken saß die Zeit.
Wege durch Friedhöfe er sonst mied,
zwangsläufig er sich aber nun dafür entschied.
 
Aus den Wolken kommt der Mond hervor,
da schreitet er beherzt durchs Friedhofstor.
Er flüstert: „Geister lasst mich in Ruh,
ich gelobe, dass ich euch auch nichts tu.“
 
Da stellt sich Angst schon wieder ein,
was mag vor ihm die weiße Wolke sein?
Sofort erinnert er sich wieder daran:
Gespenster haben  weiße Kittel an.
 
Mutig geht er auf die Erscheinung zu,
die entfernt sich aber weiter immerzu.
Sie treibt mit ihm ein böses Spiel,
ihn ins Grab zu locken scheint ihr Ziel.
 
Ein stärkerer Wind, der kommt jetzt auf,
nun nimmt das Ereignis seinen Lauf.
Er sieht wie der Geist größer, kleiner wird,
davon schwebt und ihn ganz verwirrt.
 
Er beginnt zu rennen, will Klarheit haben,
da stürzt er plötzlich in einen Graben.
Das Gespenst entfernt sich  immer mehr;
er kommt wieder auf, spurtet hinterher.
 
Immer größer wird nun seine Pein
das kann doch nicht sein Lebensende sein?
Eine Mauer, das Gespenst wird gestoppt;
Er sieht: Seine Phantasie hat ihn gefoppt.
 
Vor ihm liegt ein weißes Stück Papier,
das fand sein weiterschwebendes Ende hier.
Vom Wind getrieben, Mond beschienen
war es ihm als Gespenst erschienen.

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