Bernd Herrde

Schicksal in homerischer Zeit

Es spinnt Klotho ihren Faden
des Schicksals welches dich und jeden trifft,
Lachesis misst ihn, hält ihn fest, vergebens,
denn Atropos schneidet ihn nach ihrem Dünken,
ohne zu begründen, unerbittlich ab.
Und so knüpfen, messen, schneiden
die drei Schwestern
unsere Lebenswege in das ihnen grad genehme Stück,
du kannst dem Spiele nicht entweichen,
nur gib Acht
dass, weil ohne Frevel, Neid und Lästern,
dich der Erinyen Rache niemals kann erreichen,
doch der Moiren Schicksalsmacht entweichen,
jenem rätselvollen Morgen nach dem Gestern,
empfinde es als Glück,
kannst du selbst bei Zeus` andrer Fügung nicht,
von der Spule rollt der Faden, er spinnt sich nie zurück.

Bernd Herrde, 23.11.2014
Inspiriert durch Margit Farwigs Gedicht  "Die Göttin des Glücks..."
die hellenistische Zeit betreffend.

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