Irene Beddies

Weihnachtsgedicht




Weihnachtsgedicht
 
 
Ein fremder Wille zog sie
dem Stern entgegen,
der über dem Stall stand.
Sie ruhten lange nie
auf ihren Wegen
über das offene Land.
 
Als erfüllt hatten ihrer Schritte Soll
König und Ziegenhirt,
da beugten sie sich tief,
 zu grüßen stumm, ehrfurchtsvoll,
Marie, Josef, den Wirt
und das Kind, das schlief.
 
Sie beteten. Lange starrten
sie in den Stall hinein
auf das schlummernde Kind.
Sie knieten und harrten,
sie schenkten Brot und  Edelstein.
Dann kehrten sie sich wieder in den Wind.
 
Nichts hatte sich verschoben
auf ihrer Reise Pfad.
Alles vertraut wie immer.
Doch jeder fühlte sich verwoben
wie in Schöpfertat
und sah der Erde Schimmer.
 
 
© I. Beddies
 


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Die Autorin:

Buch von Irene Beddies:

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In Krollebolles Reich: Märchen von Irene Beddies



Irene Beddies hat in diesem Band ihre Märchen für Jugendliche und Erwachsene zusammengestellt.
Vom Drachen Alka lesen wir, von Feen, Prinzen und Prinzessinnen, von kleinen Wesen, aber auch von Dummlingen und ganz gewöhnlichen Menschen, denen ein wunderlicher Umstand zustößt.
In fernen Ländern begegnen dem Leser Paschas und Maharadschas. Ein Rabe wird sogar zum Rockstar.
Auch der Weihnachtsmann darf in dieser Gesellschaft nicht fehlen.

Mit einer Portion Ironie, aber auch mit Mitgefühl für die Unglücklichen, Verzauberten wird erzählt.

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