Ernst Dr. Woll
Gutes aber unberechenbares Wasser
würde es kein Wasser geben.
Die, die an der Quelle sitzen
können dieses Nass verspritzen,
sich mit allem stets versorgen
sich Geld und Güter borgen
weil sie Beziehungen besitzen,
die oft nur gut Platzierten nützen.
Darum gibt es um den besten Platz
auf unserem Planeten eine Hatz,
Jeder will an die besten Stellen,
an Wasser und an reichen Quellen,
die sich auch zusätzlich noch lohnen,
sie bringen ansehnliche Positionen.
Sprudelnde Quellen heiß und kalt,
beim Aneignen gibt es keinen Halt.
Aber Wasser, merkt euch das,
ist nicht nur ein köstlich Nass;
wenn es über die Ufer tritt
reißt es oft auch alle Habe mit.
Trotzdem bauten Menschen jeher
Häuser nahe an Flüsse und Meer,
weil man sehr häufig vergisst,
dass Wasser gut aber unberechenbar ist.
All das ist bekannt schon allezeit.
Einen Gedanken hab ich aber noch bereit:
Sylvester fließt häufig in Massen
Alkohol mit dem Ruf: „Hoch die Tassen.“
Am Neujahrstag kommen dann die Gedanken
bei unerträglichem körperlichen Schwanken:
Hätte ich gestern Wasser zu mir genommen
wäre ich heute bestimmt nicht so benommen!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 22.12.2014.
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