Hans Witteborg

Nachwehen


Schon der zweite Weihnachtstag
läßt die Feierlichkeit abklingen.
Nur  vereinzelt hört man
fromme Lieder singen.
 Alltag beginnt mit dem zwölfer
Glockenschlag.

Der Hauch von Weihnacht ist verweht.
Nun wird auch der Weihnachtsbaum verbannt.
Streng Gläubige werden daran erkannt,
daß bis zum Königstag er in den Stuben steht.

Auch die Krippe packt man wieder ein,
mit heiliger Familie, Schafen , Ochsen.
Nur bei den griechisch Orthodoxen
setzt Weihnachten im neuen Jahr jetzt ein.

So ist der Glaube auch den Zeiten unterworfen,
wie Religionen auch dem Zufall unterliegen.
So lang´ sie nicht mit Mord und Kriegen
verbunden sind gibt’s in der Welt noch Hoffen!




 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 26.12.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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