Hans Witteborg

Des Pudels Kern


Ein Pudel, der aus Unterlüß,
die Enge dieses Orts verließ,
gleichwohl ´s ihm gut ging da Zuhaus,
wanderte er nach Hamburg aus,
weil jemand ihm geflüstert hat,
dass Hamburg eine tolle Stadt.
Schon in der Rothenbaum-Chaussee
erfasste ihn das Liebesweh,
das man bekanntlich heilen kann
bei „Damen“ auf der Reeperbahn.
so schritt er denn, wie ´s Pudelart
gelockt, geschoren schnell zur Tat.
Zur Großen Freiheit Nr. sieben
hat ihn dann sein Instinkt getrieben.
Dort streunte Heidewachtel „Daisy“
blond eingefärbt, ein wenig crazy.
Der Pudel war davon entzückt
und ist ihr auf das Fell gerückt.
Ein Pitbull aber sah die Beiden
und konnte dieses gar nicht leiden.
Nun hat ein Pitbull ganz gewiss
ein starkes , fürchterlich Gebiss.
Bevor dies dann zum Einsatz kam,
erfasst den Pudel Furcht trotz Scham;
klemmt seinen Schwanz zwischen die Beine
und zog gedemütigt dann Leine.
Versteckte sich noch eine Weile,
ganz froh, dass Fell und Knochen heile.
Die Schnauze voll, die Stimmung mies:
zurück nach Celle-Unterlüß!
Wieder zu Hause angekommen,
hat Frauchen ihn froh aufgenommen.
Damit das nicht noch mal passiert,
wird er beim Tierdoktor kastriert.
Als Ausgleich für entgangene Lust
gibt’s Schokolade gegen Frust.
Beendet man ein Hundeleben,
muss man nur Schokolade geben!
Der Ausdruck: man fühlt pudelwohl sich
ist hier doch sehr verwunderlich!
Was wirklich ist des Pudels Kern
man aus der Geschichte lern:
wer immer nur zu Kreuze kriecht,
bei dem wird jede Lust besiegt,
die er an seinem Leben hat.
Er endet schließlich als Kastrat!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.01.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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