Irene-Danae Diamantis
An die Hoffnung
Hoffnung, du listigstes aller Gemüte,
Birgt dein Wesen Elend oder Güte?
Hoffnung, von jedem Unglück heraufbeschworen,
Dich hat das Leben als Antrieb auserkoren!
Betäubst Vernunft und Verstand,
Nimmst mich verheissungsvoll bei der Hand.
Tränkst mich mit Versprechen, bis mein Schmerz gelindert,
Bis auch die Wahrheit, deine grösste Rivalin, meinen Mut nicht mindert.
Doch der Rausch ist nie von langer Dauer,
Viel zu schnell stosst man vor des Lebens Mauer.
Noch einmal kunstvoll betrogen,
Noch einmal bittersüss belogen.
Von dir, Hoffnung, ewige Gesellin unsrer Tage,
Die uns verfolgt wie eine alte Sage.
Während du Wunden uns vergessen lässt, mit vorgespielter Treue,
Schaffst du bereits voll Übermut, den Weg für viele neue.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.01.2015.
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