Susanne Aukschun

Die Träume anderer

~~Die Träume anderer

Ein Gedicht von Susanne Aukschun-Labove – 28.02.2015

 

Der Ingo wollte stets ein Haus
Doch schmiß ich ihn dort leider raus.
Er hatte sich nach 14 Jahren
In einem fremden Bett verfahren.

Ein großes Grundstück für sein Pferd
Das war ihm plötzlich nichts mehr wert.
Er zog stattdessen zu der Frau
Mit dem Balkon im Plattenbau.

Seither bin ich hier ganz allein.
Mein Traum sollt das so gar nicht sein.
Die Arbeit zwingt mich in die Knie.
Denn Hilfe hab ich hier fast nie.

Und er, er lebt schon lang nicht mehr
Mit dieser Frau, die mocht ihn sehr.
Denn sie war mit ner Frau im Bett.
Das fand der Ingo nicht so nett.

Als er dann eine andre fand,
sie bald darauf nach Haus verschwand.
Und auch die Frau, die mit dem Kind,
die beiden längst kein Paar mehr sind.

Denn Ingo reizte ne Idee
Mit einer neuen Frau in spé.
So ließ er dann die Frau mit Kind,
wo sie noch heut gebunden sind.

Mit allen diesen tollen Fraun
Wollt er sich stets ein Häusle bau’n.
Doch leider hat er’s nicht geschafft.
Und sonst auch nicht sehr viel gerafft.

Ich schaue diesen Wandersmann
Noch heute sehr verwundert an.
Denn statt das Leben zu genießen.
Mußt er sich jeden Traum zerschießen.

© 28.02.2015

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