Inge Offermann

Sprache der Nacht

Im Schatten der Hochhäuser
wohnt nächtliche Einsamkeit,
schreibt blaugoldene
Lettern in den Abend.
Nie fängt sie die
neckischen Falter,
die ihre Neonhaut streifen.
Sie lauert zwischen
hellen Rosenblättern,
blitzschnell sticht
ihr dunkler Dolch
in ein trauriges Herz.
Das Summen der Lampen
Ist ihr Nachtlied,
der Wald ihr Mantel,
jeden Laut verschluckend,
auch den letzten Atem
eines Menschen.
Der lichtende Nebel
enthüllt den Tod.
Aber hat die Einsamkeit
dem Menschen versprochen,
dass er die Farben des Tages
auch in der Nacht erblickt?
Vielleicht hätte er morgens
ein Du gefunden.
Selbst in der Nacht
duftet das Leben
aus gelben Kelchen,
glänzt im Mondstreif.
Der Tag verspricht
einen zart gemalten Morgen.
Häuser im Silberring
weißen Nebels
Sanfter Hügel,
auf deren glänzenden
Linien Hoffnung wohnt.

© Inge Hornisch

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.03.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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