Jürgen Wagner

Dem Andenken an Ryokan

 

Eine Wolke zieht durch den blauen Himmel
Ein Bächlein rinnt über bemoosten Stein
Ein Mann spielt mit den Dorfkindern Ball
Und pinselt am Herd ein paar Gedichte

 

 

"Über siebzig Jahre
müde des Schauens durch der Menschen Richtig und Falsch
Der Pfad draußen ist in tiefem Schnee vergraben.
Ein Räucherstäbchen unter dem alten Fenster"
(Ryokan)
 

Ryokan lebte von 1758-1831 (ein Zeitgenosse Goethes) und war ein japanischer Zenmeister. Er war zuhause im einfachen Leben mit der Natur, scheute sich vor nichts und niemandem, nahm hin und wieder an Dorffesten teil, spielte gerne mit den Kindern und war berühmt für seine Gedichte und Kalligraphien. Er repräsentiert in Japan bis heute das Bild des ungebundenen und freien Menschen, der sich keinen Konventionen beugt, keine Meisteransprüche stellt und mit einem großen Herz und Mitgefühl durch die Welt geht.
 

"Das Bergdorf:
Ganz verschluckt 
Vom Chor der quakenden Frösche"



 In vorgerückten Alter begegnete er der Nonne Teishin und bis zu seinem Tode verband die beiden eine tiefe Liebe.

"Mehr als
alles unter dem Himmel
voller Gold und Juwelen
Dein Besuch
zu Frühlingsanfang".

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.03.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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