Franz Spanke

Zwei kleine Augen sehen mich an--Ein kl. Parkinson Gedicht

Ein kleines Parkinson Gedicht für meine kleine Nichte

Dies ist ein Gedicht, das ich vor ca. 20 Jahren  geschrieben habe. Damals trafen 3 Ereignisse zusammen, die mich dann dazu veranlasst  haben, dieses Gedicht zu schreiben. Das Erste war, dass meine Nichte noch sehr klein war, aber trotzdem anfing zu beobachten und zu vergleichen, bis sie mich dann irgendwann fragte: Franz warum wackelst du denn so,? ( Ich selbst bin nämlich derjenige, der Parkinso hat) Damals hab ich versucht  es ihr so gut ich konnte zu erklären. Und dass sie dies sogar  fast zu gut verstanden hatte, bemerkte ich dann am Nachmittag, als ich neben ihr  im Auto saß und sie zu mir sagte: aber Franz du zitterst ja gar nicht. Der zweite Faktor war der, dass es mir damals wirklich schlecht ging. Und der dritte war der, dass ich in der Zeitung gelesen hatte, dass sich eine junge Mutter das Leben genommen hatte und ihr kleines Kind ganz allein zurückgelassen hat. Aber keine Sorge, ich selbst habe nie an Selbstmord gedacht, dazu ist das Leben, trotz Parkinson einfach zu schön.
 
Zu der Aufnahme ist noch zu sagen, dass sie alles andere als professionell ist, und mein Klavierspiel auch  noch recht holperig ist. Ich bitte, mir dies nachzusehen. Ich verspreche, ich werde dran arbeiten.
 
So, nun aber zu meinem Gedicht
 
 
Und zwei kleine Augen sehn mich an 
Ihre Tränen und ihr Lachen erinnern mich daran
Dass sie mich brauchen sie mich lieben
Zwei augen die in mir 
ein vorbild sehn
Nein, ich darf nicht gehen
Ich bleib hier
Ich darf sie nicht enttäuschen 
Ich muss kämpfen
Denn an jedem Tag den ich besieg
Kann ich ihnen zeigen dass ich sie lieb
Dass ich Sieger bin im Kampf mit mir
Nein ich werde kämpfen, ich werde leben
Ich bleib hier

Es ist ihr Recht zu fragen: was ist mit dir los
Warum zitterst du 
Warum kannst du nicht gehen
Sie begreifen es noch nicht 
Warum wir so sind und was sie sehen
Erst später irgendwann 
Werden sie verstehen 
Dass wir kämpfen
kämpfen nicht zuletzt für sie
Weil sie uns brauchen, sie uns lieben
denn schon jetzt sind wir für sie
Der Baum in dessen Schatten sie 
größer werden und gedeihen
denn ohne diesen Baum
sind sie ohne Schutz in Zeit und Raum
Es gäbe keine Hand die ihre Tränen trocknet
Keinen Arm der sich um sie schließt

Und zwei kleine Augen sehn mich an
Für die es unwichtig ist wie ob wann
Ich zitter oder nicht gehen kann
Sie spüren einfach nur
Dass wir sie brauchen und sie lieben.
Und sie verlassen sich auf uns
Denn wir sind für sie
Ein vorbild, Quell der Lebensenergie
Nein ich darf sie nicht enttäuschen
Ich werde kämpfen nur für sie
Nein Ich kann noch nicht gehen 
Ich bleib hier
Copyright © and all Rights by Franz Spanke

Hie noch der LInk zu Youtube, wo ich mein Gedicht gesprochen habe
https://www.youtube.com/watch?v=z_XRdXxW2VQ
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 02.04.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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