Karin Grandchamp
Fünf vierbeinige Findlinge
Vor fünfunddreißig Jahren bauten wir unser Haus.
Das Grundstück damals, sah nicht so wie heute aus.
Ich dachte, eine Hecke rings herum,
das wär eine Idee, gar nicht so dumm.
Ich kaufte die Bäumchen, holte sie heran
und fing am nächsten Tag zu graben an.
Beim Graben hatte ich etwas entdeckt.
Was hatte sich denn da versteckt?
Fünf junge Feldmäuschen kamen ans Tageslicht,
deren Mutter sah ich allerdings nicht.
Zusammen gekuschelt lagen sie da,
und wussten nicht, wie ihnen geschah.
Nachdenklich sah ich die Mäuschen an,
als mir spontan eine Idee kam sodann.
Ich holte ein Paket Watte aus dem Haus,
sie brauchten Wärme, es sah ganz danach aus.
Ich bettete sie in die Watte ein
und legte sie wieder in den Graben hinein.
Ein dickes Brett hatte ich drüber gelegt,
damit kein Kätzchen an die Kleinen rangeht.
Am nächsten Tag wollte ich sehn,
was mit den Tierchen war geschehn.
Schnell ging ich zum Graben und schaute hinein,
wo konnten denn nur die Mäuschen sein?
Auf einmal wurde mir jedoch klar,
dass die Mutter in der Zwischenzeit da war.
Sie hatte alle mitgenommen zum Glück,
allein die Watte blieb zurück.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 08.04.2015.
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