Hans Witteborg

Suche nach Glaubwürdigkeit


Diese Suche kann man getrost einstellen.
Politik hat die Glaubwürdigkeit unter gegraben.
Es sprießen inzwischen aus dem Feld der Wahrheit
blumige Floskeln aber auch sattgrüne Lügen.
Das Areal der Wahrheit wird gedüngt mit der Angst
vor Machtverlust und dem Blaukorn der Blauäugigkeit.
Über das sich erhebene Distelfeld erschallt:
„Sehet her, wie alles schön gedeiht“ Aber nahrhafte Früchte
für alle gibt es nicht!
Alle bedeutet doch für jeden, nur die Hälfte aller
ist nicht bereit dem Acker Aufmerksamkeit und Pflege
zukommem zu lassen. Und die Verantwortlichen?
Nicht immer ist es Angst vor der Mißernte.
Das Überdüngen mit rückhaltloser Wahrheit kann
weitreichende Folgen zeitigen, die viele nicht übersehen können.
Es reicht, wenn wir die Suche nach Glaubwürdigkeit einstellen,
denn wie glaubwürdig sind wir im Grunde selbst?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.04.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Vom Ufer aus von Hans Witteborg



Die Gedichte begleiten durch die vier Jahreszeiten und erzählen wie die Natur erwacht, blüht und welkt, wissen von reicher Ernte zu berichten. Der Spätsommer im Park, winterliche Gefilde oder Mailandschaften scheinen auf. Der Autor verwendet meist gereimte Zeilen, zeigt sich als Suchender, der neues Terrain entdecken möchte. Der Band spricht von den Zeiten der Liebe, zeigt enttäuschte Hoffnungen und die Spur der Einsamkeit. Wut und Trauer werden nicht ausgespart. Es dreht sich das Kaleidoskop der Emotionen. Der kritische Blick auf die Gesellschaft und sich selbst kommt zum Zuge. Kassandras Rufe sind zu hören. Zu guter Letzt würzt ein Kapitel Humor und Satire. So nimmt der Autor seine Zettelwirtschaft aufs Korn, ein hoffnungsloser Fall.

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