Patrick Rabe

Laila (strahlende Nacht)

Spuren führen krumme Wege Morgens uns zum neuen Tag,
Nächtelang getanzt, getrunken, als die Welt in Scherben lag.
Deine Hand war immer nahe, wenn der Abgrund sich auftat,
deine Lippen gaben Gnade, wenn ich um Erlösung bat.
 
Laila, meine strahlende Schöne,
warst in meiner Nähe, als meine Stunde schlug.
Mutter vieler Erdensöhne,
hast mich oft beschützt, wenn ich die Dornenkrone trug.
 
Messer schneiden tiefe Wunden in o viel zu zarte Haut,
gemeinsam haben wir gewartet, dass der neue Morgen graut.
Deine Sphäre war mysterisch, Bilder leuchtend heller Nacht,
und dein Wissen wird uns führen, wenn die neue Zeit erwacht.
 
Laila, mein tanzender Stern,
Leid hat uns vereint, doch Liebe füllt uns aus,
ach, ich habe dich so gern,
hast mich begleitet auf meinem Weg nach Haus.
 
Jetzt, wo Wiesen vor uns liegen, in deren Gräsern Tau erglänzt,
wird es sich zuletzt bewähren, wie gut wir immer uns ergänzt.
Komm, wir wollen Hochzeit halten, wenn der Morgenstern erscheint,
und beim ersten Strahl der Sonne, dann sind du und ich vereint!
 
Laila, mein Engel des Lebens,
auferstanden sind wir aus der Nacht!
Ach, Laila, es war nichts vergebens!
Zwei Überlebende in des Morgens Pracht.


 
 
 © by Patrick Rabe

!4. April 2011, Hamburg

 

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