NARBEN

Samtweich ist die Haut
die Narben verschließt
so zart zum zerreißen
Atmen nicht freundlich geheißen

Siehst du wie gespannt
und dünn so Pergament
allwas du vorher gekannt
man derzeit Vorsicht nennt

Auf den Narben die verschlossen
ob nun gestochen oder geschossen
ist die Haut gleich zum Zerreißen
der Schmerz gleich zum Zerbeißen

Samtweich ist die Haut
die Narben verschließt
Erinnert an Kämpfe an Schlachten
wird niemals auf Heilung warten

kennst du den Schmerz der darunter gebiert
weißt du das Leben das darunter gefriert
immer findest du die Gelegenheit
ein nächster Kampf der ist nicht weit

Genesung ist ein leichtfertiges Wort
hilft mal dem und kommt mal dort
wenn auch hundert Jahre vergehen
du wirst noch immer die Narben sehen








Aachen, 2004-04-13
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Manfred H. Freude
Escapistenlyrik, Das Leben, Erfahrungen, Allgemein, Nachdenkliches, Gefühle
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© 2004 MANFRED H. FREUDE


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Gedichte Edition. Manfred H. Freude, geboren in Aachen, lebt und arbeitet in Aachen. Erste Gedichte 1968. Er debütierte 2005 mit seinem Gedichtband: Alles Gedichte – Keine Genichte. Weitere Gedichte und Essays in verschiedenen Anthologien, Zeitschriften; Prosa und Lyrik im Rundfunk und in weiteren sechs Gedichtbänden. 2007 wurde eines seiner Dramen mit dem Titel: Im Spiegel der Ideale aufgeführt; 2008 sein Vorspiel zum Theaterstück: Faust-Arbeitswelten. Sein letzter Gedichtband heißt: Vom Hörensagen und Draufsätzen. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Anerkennungen. Er studiert an der RWTH Aachen Literatur, Kunst und Philosophie.

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