Inge Hoppe-Grabinger

Die Entdeckung Amerikas



Es ist schon schrecklich lange her,
das Leben war so hart und schwer,
die Höhlen waren feucht und kalt,
man wurde drinnen nicht sehr alt.
Da zog ein Mann, ganz fellbehängt,
vom Nebel war die Sicht beschränkt,
dahin, wo Feuersteine ruhn,
um Wichtiges da selbst zu tun:
um diese höchst geschickt zu spalten
und Pfeiles-Spitzen zu erhalten.
Mit diesen sehr gut eingedeckt,
denn er war ganz aufgeweckt,
begab er sich ans große Meer,
dieses lockte ihn so sehr ...
Es war die Gegend von Bordeaux,
die Eiszeit war da sowieso,
die Schollen flossen schnell vorbei,
als wären's Inseln, es war grad Mai.
Da sprang der Mann auf eine rauf,
die Dinge nahmen ihren Lauf.
Er hopste nun, hat er grad Lust,
er hätt ja müssen nicht gemusst,
von Inselreich zu Inselreich,
atlantisch übern großen Teich.
So hat der Jäger, aufgeweckt,
Amerika "nur so" entdeckt.
Er schoss nen Büffel für ein Fest,
mit einem Pfeilesspitzenrest,
dem letzten (?)(!), ach, er war so froh,
es gab ihn noch, den aus Bordeaux.

(Jahrtausende vergingen)
... ...     ...         ....        ........
Die Forscher, die grad dies erkannt,
die bleiben hier jetzt ungenannt.
Sie fragten sich: Warum, wieso
liegt hier ein Pfeilspitz aus Bordeaux?
Der Leser aber möge sehn:
Geschichte kann auch so entstehn
Und denkst du an Amerika:
Du weisst , wer war als erster da (?) ...
Sieh, die Wolken am Himmel fliehn,
wie eisige Schollen, die westwärts ziehn.
Trink nun den Rotwein ... und denk an ihn!!!!


l8. Mai 2o15

Dies habe ich mal so oder so ähnlich vor langer Zeit im   Spiegel  (?????)   gelesen. Tja, die Erinnerung ....

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