Wolfgang Küssner

Auf der Strecke um dieEcke

 

Auf der Strecke um die Ecke
traf die Schnecke eine Zecke.
Zecke denkt: „Ob ich sie wecke?“
Schnecke überlegt: Die Kecke -
ob ich´s wage und sie necke?
Gut, das ich mich erstmal recke.
„Wohin des Weg´s“, fragt die Schnecke,
„sicherlich zur nächsten Hecke?“
„Ich will raus aus diesem Drecke“,
antwortet daraufhin die Zecke.
„Suche mir ein neu´s Verstecke,
weil ansonsten ich verrecke,
wenn nicht baldigst Blut ich lecke.“
„Die Idee ist gut“, sagt Schnecke,
„ich schleime langsam über Säcke,
suche Nahrung auf Laubes Decke.“
„Auf Gefahr, dass ich anecke“,
sagte daraufhin die Zecke,
„Ihr Hausdach ist voller Flecke.“
„Das hat Sinn, denn ich bezwecke,“
antwortete nun die Schnecke,
„getarnt zu sein auf Erdens-Decke.
Mein Fluchtweg ins Verstecke,
benötigt Zeit, sonst ich verrecke.“
„Ich lass mich fallen und erschrecke,
direkt heraus aus dieser Hecke,
meine Opfer und vollstrecke,“
tönte voller Stolz die Zecke.
Ei, was ist sie doch ´ne Kecke,
denkt sich daraufhin die Schnecke,
und schleimt weiter um die Ecke.
Die Zecke kriecht ins Verstecke.
 
Das Gespräch machte gescheiter.
Beide fühlten sich gefeiter;
fanden die Begegnung heiter;
zogen ihrer Wege weiter.
Freuten sich des schönen Lebens,
leider nur kurz und vergebens.
Die Schnecke schaltete auf Saus,
kam ins Rutschen, welch ein Graus,
und verlor dabei ihr Haus.
Dann der Zecke Mittagsschmaus -
zog die kleine einfach raus.
Damit ist die Geschichte aus.
Nun bitte, bitte kein´ Applaus,
ging es doch um Schreck und Graus.

April 2015
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