Jürgen Wagner

Der Kamm

 Die Zähne steh'n in Reih und Glied
der Ordnung halber, wie man sieht
um zehntausende Gesellen
hinzulegen, aufzustellen

Sehr schön wird alles hindrapiert
 hier glatt gemacht, koordiniert,
da schafft man Wellen, Strähnen, Knoten
mit den eig’nen Farben, Noten
 
Nicht einer steht hier mehr zu Berge,
alles liegt wie eine Herde
Mit krausem Sinn ist's nun vorbei
Der Spiegel sagt mir: einwandfrei
 
So mag ich mich heut sehen lassen,
werd‘ hoffentlich auch nicht verpassen,
die anderen zu seh’n und spür‘n
und aufzutun der Liebe Tür‘n



 

 


Der Kamm ist das älteste noch heute gebräuchliche Werkzeug zur Körperpflege. Das Wort kommt aus dem germanischen Kambha und bedeutet so viel wie Gezähn, Zahn. Er dient der Reinigung und Ausrichtung des Haares, das beim Menschen auf dem Kopf zwischen 75 000 und 150 000 zählt. Der Kamm kann ebenso als Zierde und Halt ins Haar gesteckt werden. Seit alters her ist er ein weibliches Attribut und ist in den Märchen und Mythen mit magischen Wirkungen verknüpft. Das wirkt nach bis in Heinrich Heines Loreley von 1824.

 

 

Bild: © Fotolia.com / "sunnysky69"

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.06.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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