Wally Schmidt

Die Amis sehen sehr schnell rot

Die Amis sehen sehr schnell rot

 

 

Man kann es wieder mal nicht fassen,

wie die Amis gehen um mit Waffen.

Es ist doch wirklich blanker Hohn,

dass schenkt der Vater seinem Sohn,

ihm fiel halt nichts andres ein,

ein Revolver must' es sein.

Mit zwanzig ist der Sohn ein Mann,

drum musste eine Knarre ran.

Und sein lieber Sohnemann,

guckt sich die Waffe gründlich an,

geht mit ihr zur Kirche rein,

und schliesst sie ins Gebet mit ein.

Nachdem der liebe Gott blieb stumm,

schoss der Mann ganz wild herum.

Er hatte einmal ausprobiert,

ob das Ding auch funktioniert.

Ein Bild des Grauens sich dann bot,

und viele Menschen waren tot.

 

Der Staat, der kümmert sich nicht drum,

dass er Gesetze ändert um.

Ne Waffe gibt’s in jedem Haus,

das kleinste Kind kennt sich schon aus,

und denkt, es muss sein Leben schützen.

Anstatt es spielt in Regenpfützen,

spielt es mit dem Ding herum,

und freut sich, wenn es macht bum bum.

Die Amis sehen sehr schnell rot,

und fühlen immer sich bedroht.

Ich hoff', sie sehen bald mal ein,

im Schrank die Waffe muss nicht sein.

Vielleicht sind sie auch bald verboten,

es gibt ja schon genug der Toten.

 

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.06.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Mit dem Schreiben und Dichten, ist das so eine Sache.So war ich oft der Meinung, nur lyrisch Schreiben zu können, falls ich mich in einem annähernd, seelischen Gleichgewicht befände, erkannte aber bald die Unrichtigkeit dieser Hypothese.Wichtig allein, war der Mut des Eintauchens.Das Eins werden mit dem kollektiven Fluss des Ganzen. Meine Gedanken, zärtlich zu Papier gebrachten Gefühle,schöpfte ich stets aus diesem Fluss.

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