Adalbert Nagele

Wenn ohne aber (Poetryslam-Text)

Wenn Menschen immer wieder korrumpieren,
da muss man helfen, braucht sich nicht genieren;
die Meute treibt gemeinsam stark in ihrem Fluss,
verleiht einander heißersehnten Bruderkuss.

Gemeinsam sind sie stark und ohne Willen,
nur miteinander können Gier sie stillen,
sie heucheln gern nach oben, treten nach unten,
und hinterlassen zum Schluss, blutende Wunden!

„Wohin soll das führen? Ich weiß es genau.
Doch macht euch daraus, bloß ihr selbst einmal schlau!“


Wenn Überheblichkeit im Menschen keimt,
sich vieles einfach nicht mehr reimt;
wenn sie nicht wissen, was sie tun,
ist nichts mehr opportun.

Wenn Nacktschnecken im Regen steh'n,
kann ihnen leicht wohl nichts gescheh'n,
doch wenn sie mal zur Sonne hingeraten,
dann werden sie bald in der Hölle braten.

Wenn die Welt echt mal untergeht,
weil sie aus Trotteln nur besteht;
die nur die Allergrößten waren,
und nie den Ernst der Lage sahen.


Wenn dir die Neider alles neiden,
dann solltest du sie besser meiden,
vergeud' nur nicht die Zeit mit ihnen,
denn Güte sie wohl kaum verdienen.

Bau dir dein Leben sinnvoll auf,
dann bist du immer bestens drauf;
und wenn dir Schlechtes widerfährt,
dann läuft im Leben was verkehrt.

Hör nur, was deine inn're Uhr dir sagt,
und wenn die sich bei dir einmal beklagt,
dann fange an, mal umzudenken,
du musst dir Zeit und Ruhe schenken.


Wenn Menschen dich mit Nörgeleien füttern,
dann lass dich niemals unterbuttern;
und hol dich selbst aus jedem Loch heraus,
sonst hältst du es gar nicht mehr aus.

Wenn Elefanten durch die Lüfte fliegen,
und manch Arschgeigen ihre Geigen spielen,
da sei echt Vorsicht angebracht,
weil oft hat wer zu früh gelacht.

Wenn alles wäre eitel Wonne,
dann schiene jeden Tag die Sonne,
weil alles aber nicht so ist,
ist vieles halt nur großer Mist.


Wenn Krabbler auf die Palmen krabbeln,
wenn Wappler nicht mal Ohren wackeln,
wenn Lutscher ihre Lollis lutschen,
wenn Kutscher mit den Kutschen hutschen,
wenn Schleimer ihr Sekret abscheiden,
sind sie wohl auch nicht zu beneiden.

Wenn Perverslinge sich begeilen,
wenn Fromme zu dem Beichtstuhl eilen,
wenn Trottel immer mehr vertrotteln,
wenn Hopser jeder Frau nachhoppeln,
wenn Geister auch bei Tag 'rumgeistern,
wie soll'n all die ihr Leben meistern?

© Adalbert Nagele

 

Dies ist ein Poetryslam-Text für meinen nächsten Auftritt im Nobelbeisl Habakuk in Leoben am 8.07.2015, Beginn 20 Uhr.Adalbert Nagele, Anmerkung zum Gedicht

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.06.2015. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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